Band 
Band I.
Seite
162
JPEG-Download
 

162

Verhandlungen und Debatten.

rat, und daß er nie etwas Gutes zu Stande gebracht habe. Dieser Herrhielt nachher für das beste, sich zu der andern Partey zu schlagen, wahr-scheinlich um der Beute willen, dem Neu Yorker System gemäß, und ver-einigte sich mit seiner neuen Partey ohngefäbr drei Monate vor Ernenn-ung der Candidaten in seinem Eannty. Er wurde zum Congreß vorge-schlagen. Er besaß viele Freunde; allein auch viele dachten, er wäre, daer erst seit drei Monaten gefärbt worden, noch nicht als einer, der im völ-ligen Vertraiten stehe, auf und angenommen worden, und daß er woblwieder den Reißaus nehmen könne. Die, welche glaubten, man könnteihm trauen, übergaben in der Caunty-Convention einen Beschluß, daß nie-mand auf den demokratischen Stimmzettel gesetzt werden solle, der nichtzwey Monate ein Demokrat gewesen sei. Er war seit drei Monaten eiltDemokrat gewesen, und kam deswegen innerhalb der Schranken dersichern Vorschrift. Ich glaube er war damals ein Eandidat. Der Herr vonPittsburg bejaht es mit Kopfnicken. Er war ein Eandidat, und verbliebtu der Minderheit. Die Mehrheit konnte ohnerachtet der gesetzlich vor-geschriebenen Zeit, nicht für einen Demokraten stimmen, der erstdrei Monate alt war.

Ich habe ebenfalls die Tagebücher von 1834-5 untersucht, um zu selten,wie die Eommitteen von Hrn. Thompson ernannt wurden — welcherein Mann von vortrefflichem Charakter ist, eine freundliche und liebens-würdige Denkungs Art besitzt, und dessen Authorität von beiden Zweigender D e m o k r a t i sch e n F a m i l i e anerkannt wird. Er war nichtnur Sprecher des Hauses in 1834-5 sondern wurde auch, als seine Par-tey eine Convention hielt, zum Präsidenten derselben erwählt. Es istfreylich wahr, er war einen Tag der Günstling des einen Zweigs, undden andern, des andern. Den einen Tag ermähnte er die Convention inprächtiger Sprache und glühenden Ausdrücken, und rieth den Mitgliedernan, ihre Berathschlagungen abzubrechen, und und, Haus zu gehen, undden nächsten Morgen nahm er den Präsidenten Sitz in derselben Conven-tion an. Ich führe hierüber keine Klage, noch will ich es ihm als einenFehler zurechnen. Jedermann hat ein Recht, seine Gesinnung zu ändern.Verzeihen sie mir diese Abweichung. Untersuche ich die Cominitteen, wel-cher dieser Herr, gewiß mit einem aufrichtigen Herzen, ernannte, so werdeich gewahr,daßergerade den nämlichen Weg verfolgte, welchen Hr.Dew-a r t eingeschlagen hatte.

Wenn nun nur drei Herrn in dieser Convention sich befinden sollten,welche mit der Art, auf welche der Präsident die Cominitteen bestellt hat,unzufrieden sind, so hoffe ich nicht weiter gehen zu dürfen, um sie zu über-zeugen, daß er nur, vergänglichen Beispielen gemäß, gehandelt habe;nein ! daß er viel grosmütkiger gewesen ist, als er hätte seyn sollen, und,wie es seinem hoben Charakter zukomme, verfahren habe. Ich halte es fürunnöthig, mehr hierüber zu sagen.

Hr. D o r a n, von Philadelphia, erhob sich, und erwiederte: Der Prä-sident und die Convention müßten gewiß durch die ausstudirte ZotenSprache, welche der Herr von Somerset von ihnen ausgesprudelt chabe,recht erbaulich unterhalten worden sein, und es wäre gewiß kein Mitgliedhier zugegen, das nicht durch das verrückte Betragen und die schändlicheSprache— _

Der Präsident erinnerte hier den Herrn, daß es gegen die Ordnungsei, von solcher Sprache Gebrauch zu machen.