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Jacques-Ange Gabriel.
Und in diesem Zustande wurde das Ganze gelassen. DasInnere des Hofes fand sich zum Theil nach den ZeichnungenPiörre Lescot's fortgesetzt; aber man sah die Nothwendigkeitein, dieses Innere zu der Hohe der äußeren ConstruktionenPerraults zu erheben.
Um die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts beschäftigteman sich ernstlich, sie miteinander in Uebereinstimmung zubringen. Man mußte die Attika Pierre Lescot's durch einedritte Säulenordnung verdrängen, welche fähig war, sich zuder erforderlichen Höhe zu erheben. Perrault hatte diese Noth-wendigkeit wohl eingesehen und sich vorgenommen, die Attikadurch eine, aus Caryatiden gebildete Säulenstellung zu er-setzen: eine Idee, wodurch er sehr wahrscheinlich zu jenerähnlichen an dem großen Pavillon der Uhr Anlaß gegeben.Der Grund, welcher Perrault zur Anwendung der Caryatidenbestimmte, war: weil Geschmack und Gebrauch vorschreiben,daß bei Uebereinandersetzungen, die kürzesten und stärkstenSäulen unten und die Schlanksten zu oberst zu stehen kommensollen. Da nun die Säulenordnung des Erdgeschosses desLouvrcs eine korinthische und die der ersten Etage eine'zusam-mengesetzte war, so blieb über diese, welche nur eine gekün-stelte korinthische ist, keine Säulenordnung mehr aufzuführenübrig. Ein anderer Grund war noch, weil bei einer solchenAnwendung der Säulenordnungen der Reichthum von untennach oben gesteigert werden soll.
Nach vielen Diskussionen und Unschlüssigkeiten wurde Ga-briel mit der Ausführung der dritten Säulenordnung beauftrgt,welche im Hofe des Louvres die Attika Pierre Lescots ersetzensollte.
Diese an sich bedeutende Arbeit, so weit sie von ihm be-endigt worden, und die noch weit bedeutender gewesen wäre,wenn die Umstände es ihm erlaubt, sie ganz zu Ende zubringen, darf gleichwohl großentheil nur als eine Wiederholung