Band 
Band I.
Seite
422
JPEG-Download
 

422

Verhandlungen und Debatten.

keinenTheil ihrer Regiernngs-Form ausmachend—eine Macht, welche deirWerth regiert, und den Preis bestimmt—und weder von der Föderal nochder Staats Eonstitution vorausgesehen worden — in beiden diesen Eon-stitntioncn angewachsen und eine unserer allerwichtigstcn Institutionengeworden, welche die ernstliche Erwägung eines Körpers crbeischt, der zu-sammen berufen ist, eine Regierung umzuschaffen und dem Volke zu seinerGenchniigung vorzulegen.—Diese Macht ist nicht nur ein unmittelbarerAusfluß aus der bochsten Landes-Gewalt, sondern derjenige Theil dersel-ben, welchen die Regierung bis daher selten oder nie ausgegeben hat.—Sie ist eine ihrer wichtigsten—ja ! ihrer unveräußerlichen Eigenschaften.Der Lobn der Arbeitsamkeit wird durch sie festgesetzt: Landban, Handelund Manufacturen, alle nützlichen Künste, die Bequemlichkeiten des Le-bens und das allgemeine Wohl, die öffentlichen Anleihen, Schulden undEredit stehen unter ihrem Gebot. Die Beschaffenheit des Geld-Umlaufsbestimmt die Beschaffenheit aller andern Dinge. Der Geld-Umlauf istdas Herz-Blnt des politischen Körpers, und dieser kann nur gesund sei»,wenn jener gesund ist — und muß dagegen erkranken, wenn jener unge-sund ist.

Glücklicherweise ist, zur Bestimmung des Geldumlaufs, jedem Arbeiter,ja! jedem Kind die einfache Wahrheit auS der Erfahrung bekannt, daßBank-Noten, die nicht jederzeit in Gold und Silber ausgewechselt werdenkönnen, nichts nütze sind. Ihre Eommittee fühlt mit Schmerzen, daß siedurch die gegenwärtige Wiederkehr einer jener periodischen Erschütterun-gen, welche mit dem Ausbreiten des Papier-Geldes in Häufigkeit undHeftigkeit zngenvmnien haben, der Nothwendigkeit enthoben werd, dieseWahrheit zu beweisen. Sollte die öffentliche Meinung auf richtige Be-griffe über diese Sache nur kurze Zeitlang gleich schnell vorwärts schreiten,wie sie vor kurzem vorwärts geschritten ist, so kann das Uebel, so tief esauch eingewurzelt ist, wenigstens um vieles gelindert—wo nicht gänzlichgehoben werden. Die Bauern, die Handwerker und andere, die ihrenWohlstand auf ihren Fleiß gründen, ohne auf falschen Credit zu handeln,und auf Papiergeld-Bequemlichkeiten sich zu verlassen, sind m diesem Au-genblick frei von Unruhe und Sorgen, und haben hartes Geld genug--Zinsen sind von mäßigem Belauf unter ihnen, und sie fühlen kaum denSturm, der indem Reich der Spekulationen wüthet, wahrend überallNoth und Elend zu finden ist, wo Banken, Stocks, Eredit und Spccula-tionen herrschen. Furcht und Politik vergrößern das Elend: ein großerTbeil davon ist zwar, ohne Zweifel, wirklich vorhanden. Viele, die nUbesseres Loos verdienen, geben mit denjenigen zu Grunde, welche, ohneEigenthum oder Arbeitsamkeit, auf geborgtem Eredit ihr Spiel treiben,und jetzt am lautesten nach Hülfe rufen, die sie am wenigsten verdienen.Anstatt ihre Beschwerden einem falschen Eredit zuzuschreiben, beschuldigensie dafür die Regierung, tvelche einzig und allein darin gefehlt hat, dapsowohl die einzelnen Staaten, als die Vereinigten Staaten nicht ftuv"sich ins Mittel schlugen, und nicht strenger auf Wiederherstellung omoometallenen Geld-Umlaufs gedrungen haben; denn das Elend und diKlagen waren in 1819 die nämlichen, wie sie jetzt sind, und die von l£r.waren ihnen sehr viel ähnlich, und so werden sie auch bleiben, so lange vhöchste Gewalt mit etlichen wenigen, entweder allein stehenden oder 'porirten Personen getheilt wird, welche Gewalt haben,Papier statt kling /der Münze üi Umlauf zu setzen, und nach Belieben in irgend einem ü*