Band 
Zweiter Band.
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Jacques Dem's Antoine.

daß er keinen andern, als sein eigenes Genie gehabt. SeinVater hatte ihn zu einem Handwerke bestimmt. Er folgtediesem ersten Impuls und widmete sich dem blosen Maurer-handwerk, indem er mit den mechanischsten Arbeiten desselbenanfing. Aber so materiell dieses Metier auch ist, so hat esebenfalls seine Stufen, durch die man manchmal zur Kunstund bis zum Erhabensten sich emporschwingen kann. Antoineerhielt bald die Stelle eines Experten. Als solcher wußte erseine Kenntnisse nach und nach zu erweitern und zu vermehrenund erlangte bald den Ruf eines sehr geschickten Construkteurs.

Alle schönen Künste bestehen aus eine:m mehr oder wenigertechnischen oder mechanischen und einem moralischen oder gei-stigen Theile. Wie bci'm Menschen gibt es in denselbenKörper und Geist, welche beide sich, wie bei'm Menschen,durch wechselseitige Verhältnisse berühren. In einigen Künstenfindet sich das Verdienst der Ausführung mit dem Verdiensteder Idee und der Erfindung so eng verbunden, daß es derTheorie oft schwer fällt, bei Analysirung eines Werkes dasEine von dem Andern zu trennen.

Kein Zweifel, daß in der Baukunst die Kenntniß undGeschicklichkeit in der Construktion, welche von einer Mengein der Natur der Sache gegründeter Ursachen abhängt, dem-jenigen, der sie besitzt, nicht den Weg zu den feinsten Com-binationen, zu den erhabensten Erfindungen in Der Architekturanzeigen und eröffnen könne. Antoine säumte nicht, die Wahr-heit dieser Verbindung durch wichtige Werke zu beweisen.Bald erhielt er den Auftrag, den Architekten Desmaison inder großen Unternehmung zu ersetzen, welche zum Zweck hatte,die vielen unzusammenhängenden Construktionen, die manehemals den Palast, nachher den Palast Marchand nannteund jetzt den Justiz-Palast nennt, in ein, seiner Bestim-mung würdiges Gesammtganzes umzuwandeln. Statt des,durch unregelmäßige Oeffnungen verunstalteten und mit Buden