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Zweiter Band.
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Anhang. 343

nach dem Namen des Papstes Paul V. die Paulinische ge-nannt wird, so wie man eine andere, welche Domenico Mon-tana erbaut, nach dem Namen Sirius V., die Sirtinischenennt. Unter vielen Werken Flaminio Ponzio's zu Rom unterscheidet man die große doppelte Treppe in dem Ouirina-lischen Palaste (auf dem Monte Cavallo), die Wiedererbauungder St. Sebaftianuskirche außerhalb der Ringmauern, denAufriß des Palastes Schiara Colonna, wo man die edelsteAnordnung uud einen sehr guten Geschmack der Verzierungzu loben findet. Das große Thor mit dorischen Säulen die-ses Palastes ist besonders berühmt und gilt für eine der bestenArbeiten dieser Art.

Luigi Cigoli, Florentmischer Maler und Architekt,wird unter die geschickten Meister gezählt, welche zu Endedes sechszehnten Jahrhunderts gelebt, deren Werke Florenz mit vieler Achtung zeigt. Man unterscheidet von ihm unterAnderen einen Portikus, bekannt unter dem Namen der Loggiadei Tornaquinci, von einer männlichen und korrektenArchitektur, den Aufriß des Palastes Ranuccini, den innernHof desjenigen der beiden Paläste Strozzi, welchen Buon-talenti aufgeführt. Cigoli war der Architekt des ehemaligenToskanischen Palastes an dem Platze Madama zu Rom .Von ihm sind auch die Zeichnungen und die Composition desPiedestals der ehemaligen Bildsäule Heinrichs IV., von Bronze,auf der Terrasse der Pont-Neuf zu Paris .

Domenico Zambieri ist der unter dem Namen Oo-mknichino, den man ihm gewöhnlich gibt, so bekannte undso berühmte Maler. Er zeichnete sich auch unter den geschick-ten Architekten seiner Zeit aus. Er entwarf zu Rom denPlan zu der berühmten St. Jgnatiuskirche. Ihm schreibtman die Zeichnung des großen und schönen Thores des Pa-lastes Lancellotti zu. Er baute das Casino der Villa Ludo-visi; führte gemeinschaftlich mit Giacomo della Porta die