152
Verhandlungen und Debatten.
Hr. Chambers, von Franklin, sagte: als Mitglied der Commit-tee, erhebe ich mich, um abermals die Hoffnung anszusprcchen, daß dieCommittee entlassen werdxn wird. Wie die Committee gegenwärtig be-steht, so ist sie zu groß, um schleimig über die ihr zugewiesenen Geschäftezu entscheiden. Sie kann über die Gegenstände nicht ohne großen Zeit-verlust verfügen. Die Committee sollte aus einer solchen Anzahl beste-hen, welche in wenigen Minuten zusammengebracht werden kann. Diezu verrichtenden Geschäfte sind der Art, um die Entscheidungen einer klei-neren Anzahl zu verlangen. Es herrschen viele Ansichten in derselben,und die aus jenerMeinungsvcrschiedcnheit entstehenden Erörterungenjneh-men viel Zeit in Anspruch. Um der Geschäftsfördcrung halber sollte des-halb die Anzahl vermindert werden. Es ist in den Verhandlungen derCommittee nichts vorgekommen, was irgend ein übles Licht auf den Cha-rakter jenes Körpers werfen könnte. Es bestehen verschiedene Meinun-gen in demselben, allein sie wurden mit Achtung gegen einander geäußert.Es ist nichts Tadclnswerthes vorgefallen; und ich weiß von keinem un-anständiges oder ungeziemenden Auftritte, obwohl ich allen Versammlun-gen beiwohnte. Allein in der Ueberzeugung, daß es besser sein jwürde,wenn die Committee aus einer geringeren Anzahl bestünde, hoffe ich,daß der Antrag durchgehen wird.
Hr. Hie st er, von Lancaster, sprach sein Bedenken aus, daß dieserGegenstand wieder vor die Convention gebracht worden sei. Dessen Er-örterung wird, sagte Hr. 5?., wahrscheinlich den ganzen Morgen in An-spruch nehmen. Es scheint, daß nichts Anderes die Slrbeitcn der Conven-tion störte, als die gewöhnliche Meinungsverschiedenheit der einzelnenMitglieder. Wenn aber nichts weiter als dieses vorgekommen ist, als-dann scheint mir dieses nicht als triftiger Grund betrachtet werden zu kön-nen, um die Committee zu entlassen. Wenn neun Männer nicht überein-kommen können, wie ist es wahrscheinlich, daß es hundert und drei unddreißig können V Ich sehe nicht ein, daß die Geschäfte besser gefördertwürden, wenn man die Committee entließe. Die einzige wirkliche Schwie-rigkeit bezog sich, meiner Ansicht nach, auf die Ausdehnung der Gewaltender Committtce, und diese Gewalten wurden in der gestrigen Erörterunghinlänglich bestimmt. Wenn alle neun Mitglieder der Eommittce nichtübereinkommen können, so sollen fünfe derselben einen Berichtn' achen,und die übrigen viere mögen einen andern Bericht machen. Ich glaube,daß die Uebcrweisung des Gegenstandes an eine Committee zur'Verzö-rung der Geschäfte dienen wird.
Wenn diese Committee (sagte Hr. H.) entlassen werden soll, nur umeine ähnlicheCommitteezu ernennen, alsdann würde es besser sein, dieselbenicht zu dem Ende, sondern durchaus zu entlassen. Die Erfahrung hat be-wiesen, daß die Berichte von Committeen, wo Mangel an Eintracht unterden Mitgliedern herrschte, durchaus kein Gewicht bei der Convention ha-ben, und daß, anstatt unsere Geschäfte zu fördern und zu beschleunigen,dieselben dadurch verzögert wurden. Wenn wir nicht in Eintracht einesolche Committee bestellen können, alsdann sage ick, es ist am besten, wirentlassen dieselbe gänzlich. Allein insoferne diese Committee gegenwärtiggenaue Verhaltungsregeln hinsichtlich der Pflichten besitzt, welche sie er-füllen soll, so glaube ich, wir sollten einen neuen Versuch machen, und se-