Band 
Zweiter Band.
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nach Paris folgte, um sich die Gemüther wieder geneigt zumachen. Dort war Lafapette, der Held Amerika's, zum Kom-mandanten der NationabGarde und Bailly, der geehrte undhochgeachtete Präsident der National-Versammlung, zum Maireernannt worden. Letzterer überreichte an der Spitze der Mu-nicipalität dem König die Schlüssel von Paris mit den Wor-ten: „Sire, ich bringe Eurer Majestät die Schlüssel Ihrerguten Stadt Par>s; es sind dieselben, welche Heinrich dem IV.überreicht wurden; er hatte sein Volk wieder erobert: heuteeroberte das Volk seinen König." Sehr bedeutsam! Noch wa-ren die Gesichter finster, als der König durch die bunt be-waffneten Bürgersvldaten hniiuhr, man horte nur den Ruf:,, Cs lebe die Nation!" als er aber von Bailly die drei-farbige Kokarde nahm, und ohne Garde mitten unter einemVolkshausen auf das Stadthaus ging, erscholl von alten Seltender Ruf: „Es lebe der König!" Nachdem dieser dieneuen Beamten bestätigt und die Wahl des Volks gelobt hatte,fuhr er zurück nach Versailles und warf sich in die Anne sei-ner um ihn bangen Familie.

Mit dem contre-revolutionären Ministerium verließen nichtnur den Hof, sondern auch Frankreich der Graf von Artvis(später (schi-rles X.), die Prinzen Cond« und Conti und dieFamile Polignac; — das Vorspiel der verderblichen 'Auswan-derung.

Necker war unter beispiellosem Jubel zurückgekommen; aberder Tag seines höchsten Triumphs, war auch der seinesletzten. Schwindelnd auf dem Gipfel der Popularität glaubteer die Revolution beherrschen zu können, weil er einen Au-genblick ihr Held gewesen. Bis dahin hatte ihn der Gangder Ereignisse mit sich fort- und hinaufgeriffen: als er sichentgegenstemmen wollte, sank er. — Das Volk hatte nemlichin seinem ersten Zorne den designirten Minister Foulon undseinen Schwiegersohn Berthier einer wenn auch unförmlichen,doch gerechten Rache geopfert. Noch andere Gefangene warenübrig, namentlich Besenval, der Schweizer-General, deren