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Zweiter Band.
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Folgen eine Wohlthat für ganz Europa, ein Sieg der phi-losophischen Ideen. Zu ihrem Gedächtniß wurde eine Münzegeschlagen, und der König, unter welchem das ungeheureResultat erlangt wurde, „Wiedersteller der franzö-sischen Freiheit genannt."

So hatte der Widerstand, den die Revolution fand, nurihre Kraft und Schnelligkeit vermehrt. Am t 5 , Juni wardie Einheit der Nation und ihrer Repräsentation errungen,die Abtrennung in Stände aufgehoben worden; am 2;, Junihatte die moralische Allmacht des Throns, am 11. Juli seinephysische Uebcrlcgenheit aufgehört: am 4 . August endlich wa-ren die französischen Bürger in ihre gesellschaftlichen Rechteeingesetzt worden.

Bisher war die Versammlung niederreißend; jetzt beginntsie ihr aufbauendes Amt, ihr ConstitutionS-Werk.

Wir haben die constituirende Versammlung bisher meistin Momenten der Begeisterung und des Dranges der Um-stände betrachtet, wo sie durchaus von Einem Geiste beseeltschien. Doch lagen in ihr schon die Keime aller jener Ge-gensätze, die sich nach und nach während der Dauer derRevolution entwickelten, obwohl in dieser ersten Versamm-lung noch nicht alle Elemente der streitenden Ansichten deut-lich hervortraten: die republikanischen schlummerten noch un-bewußt, wenigstens unausgesprochen, im Hintergründe. DreiParteien aber ließen sich im Verlause der Debatten unmög-lich verkennen.

1) Die Partei der Privilegirten mit dem Hofe vereinigt;wir nennen sie die aristokratische. Betäubt und hinge-rissen von den Erfolgen des dritten Standes verhielt sie sichanfangs stille und beobachtend. Allmählig aber bekämpfte sieim Fortgang des Verfassungs-Werkes systematisch alle Refor-men: aus dem hohen Adel und der hohen Geistlichkeit beste-hend, hatte sie den Markis Cazales und dem Slbbv Mauryzu ihren Sprechern. Letzterer war ein Mitglied der Akade-mie von ausgezeichnetem Talent, aber mehr redselig als be-