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Zweiter Band.
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Einwohner erzeugten und nährten einen Bürgerkrieg, derfür die Republik verheerender wurde, als alle Angriffe derauswärtigen Cvalition. Man versteht unter der Vendve denLandstrich, welcher im Westen Frankreichs, am linken Uferder Loire liegt, an das Meer gränzt, und die Departemensder Nieder-Loire, der Vendve im engeren Sinne, der beidenSevres, der Maine und Loire in sich begreift. Es ist eineder reizendsten, fruchtbarsten Gegenden Frankreichs, mitDörfern, einzelnen Höfen und Schlössern übersät, aber vonwenig Straßen durchschnitten. Die Einwohner lebten groß-tentheils von Ackerbau und Viehzucht, ohne durch Handelund Gewerbe mit der Civilisation und Aufklärung so ver-traut zu werden, als andere Theile der französischen Repu-blik, wo bedeutende Städte und großer Verkehr sind. IhreVerhältnisse waren patriarchalisch geordnet; den Priestern,welche als Heilige galten, glaubten diese Landleute blindlings, "und an den Edelleuten hingen sie, als ikren natürlichenSchutzherren, von welchen sie übrigens milde behandelt wur-den, da die meisten auf ihren Schlössern blieben, ohne durchVerschwendung und Hosieben zu Bedrückungen veranlaßt zuseyn. Daher wurzelte hier die Adelsmacht in dem Landvolkeselbst, welches seine Interessen von dem seiner Lehnsherrennicht zu trennen wußte, und die Revolution weder begriffnoch sich nach einer Veränderung sehnte. Die Feinde derneuen Staatseinrichtung erkannten bald, daß hier, wennirgendwo in der Heimath, der Stützpunkt ihrer Partei sepnmüsse; Adel und Geistlichkeit waren hier ganz in ihren altenVerhältnissen, trotz der Dekrete der Nationalversammlungenund des Convents, geblieben, ohne zur Auswanderung durchFurcht bewogen zu werden. Beide Stände rechneten aufden Fanatismus der Treue und des Glaubens, dessen An-sachung in diesen kräftigen, aber einfältigen Gemüthernebenso leicht war, als bei der Pariser Bevölkerung die Er-regung des Fanatismus für Volkssouveränität und Vernunft.Schon im Juli 17S1 waren in dem ehemaligen Poito«