und thue es, um mein Erstaunen auszudrücken, dasi eureEnergie sich hier in eitlen Deklamationen erschöpft, und ihrnur auf leeren Pomp sinnet. Die Rache, welche in leerenLeichenfeierlichkeiten ein Genüge sucht, gibt sich bald zu-frieden, und denkt nicht daran, auf reellere und nützlichereWeise sich zu offenbaren. Entsaget also überflüssigen Er-örterungen, und rächet Marat auf eine seiner würdigere Art!"Denselben Zweck, aus Marat's Ermordung die Gründe zuParteimaßregeln zu schöpfen, verfolgte in seiner Leichenredeauch der Präsident der Sektion „die Republik"; er schloßmit den Worten: ... „Doch genug des Wehklagens! höretMarat's große Seele, die wiederersteht, euch zu sagen:Republikaner, setzt euren Klagen ein Ziel... Republikanerdürfen nur Eine Thräne vergießen, und müssen sofort andas Vaterland denken. Nicht mich hat man meucheln wollen,sondern die Republik; nicht mich soll man rächen, sonderndie Republik, das Volk, Euch!" Marat's Herz blieb derGesellschaft der Cordelicrs; allenthalben wurden ihm Statuenerrichtet. Als man das amtliche Sig-l von seiner Hinter-lassenschaft abnahm, fand man nur ein Fünifrankenstück;auch er starb arm, und hatte als uneigennütziger Republikanergelebt; seine Haushälterin, die man seine Wittwe nannte,weil er sie, nach Chaumette's Ausdrucke, „an einem schönenLage, im Angesichts der Sonne" geheirathet habe, wurdeauf öffentliche Kosten erhalten. Marat wurde aus einemApostel der revolutionären Menge ihr Heiliger; starbaber den kalkulirenden Politikern jener Tage sehr gelegen;sie hätten diesem unermüdlichen Zerstörer in ihrem Systemkeinen Platz anweisen können, und ihn zu bekämpfen, wäregefährlich gewesen. Dennoch hatte er mehrmals einen Ge-danken geäußert, welchen man, ohne ihn zu billigen, indjesem schwierigen Zeitpunkt auszuführen genöthigt war,die faktische, wenn auch nicht förmliche Einsetzung einerDiktatur.
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