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Zweiter Band.
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Chouans am 21. April ertheilt. Die Ordnung ward herge-stellt; die westlichen Departemens kehrten in den Schovsder großen Familie zurück. Die amnestirten Generale konn-ten in den National-Armeen Dienste nehmen: hier gab esPlatz für Jedermann unter dem Kaiserreich, selbst für dieUndankbaren und folglich auch die Verräth»; diese sind fürimmer gebrandmarkt.

Krieg mit dem Ausland. (>7!>3 — 94.)

Die Empörung der Ventve haben wir des Zusammenhan-ges wegen bis zum Ende verfolgt, die Darstellung Napo-leons wörtlich übertragend. Sie läßt beinahe nichts zuwünschen übrig. Für Männer vom Fach muß fle äußerstbelehrend seyn; man erstaunt über die ins Kleinste gehendeKenntniß der historischen Details und d>r Oertlichkeiten,welche Napoleon in dieser Erzählung entwickelt. Seine all-gemeine Ansicht über die Natur dieses Aufruhrs ist vollkom-men die richtige. Da bei' der Mehrzahl der Vendüer ihreErhebung nicht sowohl ein Kampf für Jntressen, als fürreligiöse und politische Ueberzeugung war: so hätte man,selbst gegen die Irrenden, schonend und versöhnend zu Werkgehen und Schwärmer nicht erbittern sollen. Allein die Re-publikaner waren ja selbst Fanatiker für ihre neue Lehre, dar-um hat man über die ungeheuren Verbrechen jener schauderhaftenEpoche vielmehr den menschlichen Instinkt zur Grausamkeitgegen Andersdenkende, als einzelne Individuen anzuklagen,welche sich ihm Hingaben. Wenigen Charakteren ist es, wieNapoleon, verliehen, mit kaltem Geist über den Parteienihrer Zeit zu stehen. Auch ist dieß bei ihm nur in Betreffideeller Partei-Richtungen der Fall, während er für ma-terielle Staats-Jntressen, ja sogar für seine persönlichen,gar leicht in Leidenschaft ausbricht; auch in der Darstellungdes Vendee-Krieges finden sich deutliche Spuren davon: seinHaß gegen England, so wenig dessen Politik gegen die fran-