anderen in derjenigen, welche in dem Convent von Vinso-lasca gehalten wurde.
Wie ganz Italien war auch Corsica der Feudal-Herrschaftunterworfen: jedes Dorf hatte seinen Lehensherrn; aber dieBefreiung der Gemeinen ging hier 5» Jahre der allgemeinenBewegung voran, welche in Italien im 11 . JahrhundertStatt fand. Noch jetzt bemerkt man auf schroffen FelsenRuinen von Schlössern, welche die Sage als Zufluchtsorteder Lehnsherren während des Kriegs der Gemeinen im ir.,15., 14. und 15. Jahrhunderte bezeichnet. Der Theil, welchernach dem Fluß Liamone heißt, und namentlich die ProvinzRocca übten den Haupt-Einfluß auf die Angelegenheiten derInsel. Aber im 16 ., 17. und 18. Jahrhundert waren diePioven, welche die Ländereien der Gemeinen, oder sonst auchCastagnichia genannt werden, ihrerseits vorherrschend in denRäthen oder Versammlungen der Nation.
Pisa war die Corsica nächstgelegene Sta>t des Festlandes;sie stand anfangs in Handelsverkehr mit der Insel, gründetedort Waaren-Niederlagen, erweiterte unmerklich ihren Ein-fluß, und unterwarf sie endlich ganz ihrer Regierung. JbreVerwaltung war milde, den Wünschen und Ansichten derInsulaner angemessen, welche ihr in den Kriegen mit Flo-renz eifrigst dienten. Die ungeheure Macht von Pisa en-digte mit der Schlacht bei Malora*). Auf seinen Trümmernerhob sich die Macht von Genua, das seinen Handel erbte.Die Genueser ließen sich auf Corsica nieder. Das war dieEpoche der Leiden dieses Landes, welche sich immer vergrö-ßerten. Da der Senat von Genua die Zuneigung der Ein-wohner nicht zu erwerben gewußt hatte, so strebte er, siezu schwächen, zu trennen und in Armuth und Unwissenheitzu erhalten.
Das Gemälde, welches die korsischen Schriftsteller von
2 2m Jahre >250 wurde die Manische Flotte vo» der genuesischen beider kleine» Insel Malora gänzlich geschlagen.