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nen. Man behauptet: wir müßten anerkennen, daß Genuadas Recht hatte, uns zu verkaufen; das ist keineswegs fol-gerecht. Die zwischen den Mächten im Dunkel der Kabi-nette abgeschlossenen Verträge gehen uns Nichts an. Voll-ziehen wir den Wunsch der Comulta von Ealca-Sana, undverlangen wir von dem Könige Frankreich's aus freiem An-trieb, daß er uns unter die Zahl seiner Kinder aufnehme!er wird uns in dieser Form anerkennen. Huret euch vorden Trugbildern der Leidenschaften ; ihr könnet ohne Verrathan den Interessen eurer Mitbürger euch nicht in einen soungleichen Kampf verwickeln. Wollt ihr, daß der Königvon Frankreich euch erobere, so wird er euch erobern; aberdann könnt ihr nicht mehr um eure Privilegien unterhan-deln, noch eure Rechte reklamiren. Ihr werdet Sklavenseyn nach dem unbestreitbarsten Recht, das die Welt regiert,dem der Gewalt unv Eroberung. Frankreich ist ein Vereinkleiner Staaten; die Prvvcnce ist nicht regiert wie Languedvc,noch die Bretagne wie Lothringen. Ihr könnet also alleVortheile der Freiheit und Unabhängigkeit mit denjenigenvereinen, welche an die Einverleibung mit der aufgeklärte-sten Ration Europa's, und den Schutz des mächtigsten Kö-nigs geknüpft sind."
Die Patrioten und die Menge lasen diese Schriften nichtund hörten nicht auf diese kaltblütigen Reden. „Wir sindunüberwindlich in unsern Bergen; wir haben sie verthei-digt sowohl gegen die Söldnerschaaren von Genua, als auchgegen die kaiserlichen Armeen und die französischen selbst.Halten wir den ersten Stoß aus, und England wird da-zwischen treten. Man spricht uns von Vortheilen, die wirgewinnen sollen, wenn wir uns zu Unterthanen des Königsvon Frankreich erklären; wir wollen keine derselben; wirwollen arm seyn, aber Herren in unserem Land, regiertvon uns selbst, und nicht der Spielball eines Hofdiencrsvon Versailles. Man spricht uns davon, unsere Privilegiendurch Uebereinkunft zu wahren: aber die französische Mo-