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Oberbefehl von zwei verschiedenen Generalen und warenauS Nationen gebildet, deren Interessen und Gesinnungenverschieden waren.
§. 4.
Unter diesen Betrachtungen ging der Monat Mai vor-über. Der Aufstand der Vendse schwächte die Armee vonFlandern um 20,000 Mann und brachte sie auf 120,000 Mannzurück; dieses Ereigniß war sehr verderblich und vermindertedie Aussicht auf einen guten Erfolg: der Krieg in der Vendsekonnte sich in die Länge ziehen; die Alliirten, Meister mehre-rer Provinzen, konnten die Bauern den Bourbonen wiedergewinnen; der Marsch des Feindes gegen Paris und Lyonwäre für sie günstig. Von einer andern Seite streckten Bel-gien, die vier Departements des Rheins, ihre Arme ausund riefen mit großem Geschrei ihren Befreier an, und manhatte geheime Einverständnisse mit der belgischen Armee, wasden Kaiser bewog, einen dritten Weg einzuschlagen, welcherdarin bestand, am 15. Juni die englisch-holländische undpreußisch-sächsische Armeen anzugreifen, sie zu trennen, zuschlagen und, wenn dieß mißlänge, seine Armee bei Parisund Lyon wieder zu sammeln. ES war kein Zweifel, daßwenn der Angriff auf Belgien mißlang, die Armeen unge-schwächt bei Paris ankommen würden; daß man die Gele-genheit verlöre, die Nationalgarde der Hauptstadt auf8000 Mann zu bringen, die Schützen von 36,000 Mann auf60,000 zu vermehren, weil diese Operation in der Abwesen-heit Napoleons und während eines Kriegs nicht vorgenom-men werden konnte. Es ist wahr, man muß sagen, daß dieAlliirten, die, wenn man ihnen Zeit ließ, die Feindseligkeitenerst am 15. Juli anfangen würden, doch schon am 1. Julibereit seyn konnten, wenn man sie am 15. Juni zum Kampfeforderte; daß ihr Marsch gegen Paris nach einem Siege auchviel schneller vor sich gehen würde; und daß die Armee vonFlandern, auf 120,000 Mann heruntergebracht, um 90,000 Mann