160
glückliche Vorbedeutung; eS war dadurch schon ein großerVortheil erreicht, daß es gelungen war, dem Feinde die Be-wegungen zu verheimlichen, welche die französische Armeeseit zwei Tagen gemacht hatte. Die preußische Armee fandsich schon in die Nothwendigkeit versczt, einen Vcreinigungs-punkt hinter Fleurus zu wählen, oder eine Schlacht anzu-nehmen, ohne auf eine Unterstützung von der englisch-hollän-dischen Armee hoffen zu dürfen; die feindlichen Obergenerakehatten ganz entgegengesezte Charaktere. DaS Husarenmäßigein dem Wesen des Marschall Blücher, seine Thätigkeit undsein verwegener Muth bildeten einen großen Kontrast gegenden umsichtigen Charakter und die langsamen Züge des Her-zogs von Wellington. Würde die preußisch-sächsischeArmee nicht zuerst angegriffen, so würde sie viel mehrThätigkeit und Eifer zeigen, der englisch-holländischen zuHülfe zu eilen, als diese, dem Marschall Blücher zu Hülfezu kommen. Alle Maßregeln Napoleons hatten daherzum Zweck, die Preußen zuerst anzugreifen.
§. 3 -
Am täten, bei Tagesanbruch, sezten sich die drei franzö-sischen Kolonnen in Marsch. Der Vortrab deS linken Flügels,welchen die Division des Prinzen Isrnme bildete, stieß beimAusrücken aus seinem Lager auf den Vortrab des preußischenCorps unter General Zwietten, warf ihn über den Haufen,bemächtigte sich der Brücke von Narchiennes und machte500 Gefangene; die preußische Avantgarde sammelte sich beiCharlcroi. DaS Cavalleriecorps des General Pajol, welchesden Vortrab des Centrums bildete, sezte sich Morgens umdrei Uhr in Bewegung; es sollte durch das JnfanteriecorpSdes General Vandamme untcrstüzt werden. Von Beau-mont bis Cyarleroi führt keine Chaussee, um den M«rschauf den schlechten Queerstraßen zu erleichtern, wo man beijedem Schritt auf Engpässe stoßt. Das dritte Corps hattesein Lager 1'/? Meilen rechts von Beaumont. Um sechs