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Zehnter Band.
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AlleS zu wagen, um den Zustand vor der Revolution wie-der herzustellen. Sie wollten nicht sehen, daß Alles sichgeändert hatte; daß Vermögen, Eigenthum, Geistesbildungund Ruhm nicht mehr das Erbgut derselben Leute war, unddaß der härteste Despotismus, der alle Köpfe gleichmäßigniederdrückte, weniger unerträglich war, weniger erniedri-gend schien, als die unbedeutende Prärogative, als der ge-ringste Angriff auf die Gleichheit, diese empfindliche undeifersüchtige Göttin, zu deren Füßen Stolz, Eitelkeit undGerechtigkeit fast alle Franzosen ihren Weihrauch streuenmachen.

Heinrich IV. hatte, als er den Thron bestieg, eben soviel Haß zu beschwichtigen, aber weniger Interessen zu ver-söhnen gefunden, als Ludwig xvm. Er mußte deßhalbmit seiner Güte eine tiefere Politik verbinden; aber konnteman dieses Doppelphänomen bei Prinzen erwarten, die mitso vielen Vorurtheilen unter uns zurückgekehrt waren? Wiehätte ein König, der den Thron seiner Väter unter denStreichen der Freunde der Freiheit hatte zusammenstürzensehen, sich aufrichtig zu einem freisinnigen Systeme bekennenkönnen? Wie konnte der Adel, der ihm in seine Verbannunggefolgt war, wie die Emigrirten, die sich für ihn geschlagenhatten, ihre alten Besizthümer und die hohen Staatsämter, diesie ebenfalls als ihr Besizthum ansahen, in den Händen derRevolutionsmänner sehen? Waren diese Männer in ihrenAugen nicht Usurpatoren, wie derjenige, der sich auf denThron des heiligen Ludwig gesezt hatte? Ohne Zweifelhatte For diese beinahe gänzliche Unmöglichkeit, sich in dasLoS des Besiegten zu ergeben, wenn man sich Sieger glaubt,wohl erkannt, als er in seiner Geschichte der Stuartösagte: „Die schlimmste aller Revolutionen ist eineRestauration."

Zch habe diese Betrachtungen meiner Abhandlung übereines der merkwürdigsten Ereignisse der Geschichte: die Rück-