Band 
Zehnter Band.
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überliefert hatte, und der Verrath des Herzogs von Ragusa,welcher die Thore von Paris einem Feind öffnete, der durcheinige kühne Manöver in eine verzweiflungsvolle Lage hättegebracht werden können, als die einzigen Ursachen unsersUnglücks zu betrachten seyen. „Ich bin," fuhr er fort, „durcheure Wahl auf den Thron erhoben, und somit ist AlleS, wasohne euch geschehen ist, ungesetzlich. — Ein Fürst, der euchdurch die Gewalt der Heere, dip unser Gebiet verwüstethaben, beherrschen wollte, würde sich umsonst auf die Grund-sätze des Feudalrechtes zu stützen suchen; er konnte die Ehreund die Rechte nur einer kleinen Anzahl von Individuensichern, Individuen, die dem Volke feindlich sind, das seit24 Jahren in allen unsern Nationalversammlungen sein Ver-bammunasurtheil über sie ausgesprochen hat. — Franzosen,es gibt keine Ration, die nicht das Recht hätte, sich derUnehre zu entziehen, einem von dem Feinde aufgedrungenenFürsten zu gehorchen. Als CarlVN. den ephemeren ThronHeinrich'- Vl. umstieß, erkannte er, daß er seinen Thronder Tapferkeit seiner Braven und nicht einem Fürsten, demRegenten von England, verdanke. Ich werde mich immerrühmen, euch Alles zu verdanken."

Diese Sprache mußte nothwendig einen tiefen Eindruckmachen. Bonaparte kündigte sich als den Auserwähltendes Volks, als den Vertheidiger des Nationalruhms, als denRepräsentanten der Revolution, endlich als den Mann desJahrhunderts an, der zurückkehrte, um das Volk der Tyranneider Adeligen, dem Joche der Priester und der noch unerträg-licheren Schmach zu entreißen.

Es wurde eine Amnestie ausgesprochen, von der nurneun Personen ausgeschlossen waren. Unter diese gehörtenTalleyrand, der als Verräther gegen alle Partheien wohlverdiente, von allen geächtet zu werden, Marmont, derdem König gefolgt war, und Augereau, der sich späterdurch einen neuen Verrath und eine neue Niederträchtigkeit