255
dießmal entschlossen seyen, ihre Mauern zu vertheidigen.Wundern wir uns daher nicht, wenn Monsieur am18 . Merz sich ebenfalls täuschte und rief: „Meine Kinder,keine Verwirrung; tretet, Einer nach dem Andern, aus denReihen."
Aber wenn die Begeisterung simpler Bürger etwas ephe-mer war, so mußte es sich doch mit der Anhänglichkeit sovieler tapferer Royalisten, die von der Restauration an dieHole der Tuilerien überschwemmt und so viele Gnadenbezeu-gungen für sich in Anspruch genommen hatten, anders ver-halten. Ohne Zweifel werden wir sie Regimenter bilden,Schwadronen auf die Beine bringen, das Volk durch ihreReden entflammen und durch ihre Beispiele hinreißen sehen.Der größte Theil von ihnen wird kämpfen, und vielleichtwerden sich einige für eine Sache, die sie für heilig halten,aufopfern, sich mit dem Brutusdolche bewaffnen und sterbendden König und das Königthum retten. Hier geht ihr In-teresse mit ihren Leidenschaften Hand in Hand, und sie kön-nen einmal rechtfertigen, was man für sie gethan hat, undwas sie- noch immer als ein Recht ansprechen. Ach! nein:zur ewigen Schmach dieses Adels, der sich am Tage deöTriumphes so übermüthig gezeigt hat, sey es gesagt: Keinerwollte kämpfen, nicht Einer opferte sich auf. Zur Warnungder Könige, die ihre Macht auf so schwache und gebrechlicheStützen gründen wollen, sey es gesagt: Alle verließen Lud-wig xvm., als er der Vertheidigung bedurfte; und zumersten Male verließ ein Souverän sein Reich, ohne baß eineLunte angezündet wurde, ohne daß ein treuer Diener imVorhofe seines Pallastes siel. Aber er kehre zurück mit demGeleite der fremden Bajonnete, voran die Baschkiren undKalmücken, bann werden sie sehen, mit welcher Begeisterungdiese wackern Ritter sich ihm entgegenstürzen, wie dringendsie Belohnungen fordern, mit welcher Wuth sie ihre Opferschlachten werden!