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Zehnter Band.
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St. Antoine und St. Marceau zogen den 14. Mai an demKaiser vorbei, mehr als 12,00» Mann an der Zahl; beinahe allehatten ihre Arbeitskleider beibehalten und trugen einfacheEaskete. Die Salons zitterten; die Nationalgarde hauptsäch-lich, welche zufrieden damit war, ihre Uniform zu tragen undihre Boutiquen in Sicherheit zu wissen, wünschte nicht, daßman in Paris Leute bewaffne, die jeden Augenblick bereitwaren, sich zu schlagen, bezeugte ihr Mißfallen und sprachvon den Zusammenrottungen von 93. Jedoch hätte derKaiser gerade auK dieser muthvollen, aufopfernden und wahr-haft nationalen Masse allein seine Rettung hoffen können.

Burgund, die Franche-Eomts und besonders Metagnebildeten ihrerseits Föderationen, und an mehreren Orten er-richtete man Frei-CorpS und Bataillone leichter Truppen,die den Feind beunruhigen und seinen Marsch aufhaltensollten. Die Anhänger der Bourbonen rührte» sich ebenfalls:sie hatten sich von der Betäubung, in welche die Rückkehrdes Kaisers sie versezt hatte, ei,n wenig erholt, und geschicktin der Kunst, zu intriguiren, säumten sie nicht, alle Keimeder Unzufriedenheit zu benutzen und neue daraus hervorzu-locken. Der Abgang der alten Militärs verschaffte ihnenGelegenheit, in der Bretagne einige Banden zu bilden. InCaen und Bordeaux brachen Unruhen aus, und am 15. Maihatte die Sturmglocke in der alten Vendee ertönt, von derLoire bis an die Thore von la Rochelle, von Thouret bisan den Ocean. Ehe wir jedoch diese Ereignisse beschreiben,die wir etwas ausführlicher geben werden, müssen wir vonden Versuchen des Königs von Neapel, die Oestreicheraus Italien zu vertreiben, und dem traurigen Resultatesprechen, womit dieselben endigten. Diese Unternehmungwar von dem Kaiser nie weder befohlen noch genehmigtworden; allein sie steht in genauem Zusammenhang mit seinerhunderttägigen Regierung und hätte ohne seine Rückkehr niestatt gehabt.