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Täuschungen umgebenen Throne seine wahren Interessen kennenzu lernen.
Die Rede, die er hielt, war voll großer und edler Ge-danken: „Seit drei Monaten haben mich die Umstände unddas Vertrauen des Volk- mit einer unbeschränkten Gewaltbekleidet. Heute geht das dringendste Bedürfniß meinesHerzens in Erfüllung: ich komme, die konstitutionelle Mo-narchie anzufangen. Unsere Constitutionen sind zerstreut,eine unserer wichtigsten Beschäftigungen wird seyn, sie ineinem Grundgedanken zu vereinigen. Mein Ehrgeiz gehtdahin, Frankreich im Genusse aller möglicher Freiheit zusehen; ich sage der möglichen, weil die Anarchie immer zurabsoluten Herrschaft zurückführt. Unsere Feinde zählen aufunsere Spaltungen im Innern: Versammlungen haben statt-gehabt; man communicirt mit Gand, wie man 1792 mitCoblenz eommunicirte. Maßregeln der Gesetzgebung sindunumgänglich nothwendig; eurem Patriotismus, euren Ein-sichten und eurer Anhänglichkeit an meine Person vertraueich mich ohne Rückhalt an. Es ist möglich, daß die erstePflicht des Fürsten mich bald an die Spitze der Kinder derNation ruft, um für das Vaterland zu kämpfen. Das Heerund ich werden unsere Pflicht thun. Ihr, Pairs und Reprä-sentanten, gebet der Nation das Beispiel des Vertrauens,der Energie und des Patriotismus; und, wie der Senat desgroßen Volkes im Alterthum, seyd entschlossen, eher zu ster-ben, als die Unehre und Herabwürdigung Frankreichs zuüberleben."
In der Adresse der Pairs, die von dem PräsidentenEambacörös unterzeichnet ist, erkannte der Kaiser nichtmehr die knechtischen und schmeichlerischen Ausdrücke desalten Senats. Man dankte ihm, daß er „die absolute Ge-walt, welche die Umstände ihm in die Hände gegeben, denkonstitutionellen Formen und Regeln unterwerfe und denRechten der Völker neue Bürgschaften gebe." Ergebenheits-versicherungen versüßten diese strenge Sprache ein wenig.