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Zehnter Band.
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Mittwoch, den 16. bis Montag, den 21 . August.

Schifffahrt. — Gleichförmigkeit. — Beschäftigungen. — Ueber dieFamilie dcS Kaisers. — Seine Abstammung. — Anekdoten.

Wir segelten am I6ten um das Cap Finisterre, am 18tcnum das Cap Saint-Vincent; am I9ten waren wir der Meer-enge von Gibraltar gegenüber und steuerten an dem folgen-den Tage längs der afrikanischen Küste gegen Madera fort.Dabei siel nichts Auffallendes vor: unsere Tage waren sich inunsern Gewohnheiten und der Anwendung unserer Stundengleich; nur der Gegenstand der Unterhaltung konnte einigeAbwechslung herbeiführen.

Der Kaiser blieb den ganzen Morgen in seinem Zimmer;die Hitze war groß; er zog sich nicht an und blieb in einemleichten Uebcrkleid. Er konnte nicht schlafen und stand mehr-mals während der Nacht auf. Das Lesen war sein großerZeitvertreib. Er ließ mich fast alle Morgen rufen: ich über-sezte ihm Das, was die brittische Encyclopädie oder andereBücher, die wir am Bord antrafen, über St. Helena oderüber die Länder, in deren Nachbarschaft wir schifften, ent-hielten. Dieß brachte natürlich meinen historischen Atlas un-ter seine Augen: er hatte ihn am Bord des Bellerophon nurdurchgeblickt und zuvor eine ganz falsche Vorstellung davongehabt. Er beschäftigte sich nun drei bis vier Tage fort-während damit und äußerte, davon bezaubert zu seyn; ersprach sehr umständlich über die verschiedenen Gegenstände,die er darin fände, über die Ordnung und die passende Stelle,an welcher sie gefunden würden; er hätte, wie er sagte, bis-her das Werk wenig gekannt. Blos die geographischen Char-ten hatte er durchgegangen, alle andere aber überschlagen.Vorzüglich zog die Wcltcharte seine Aufmersamkeit und sei-nen Beifall auf sich. Ich wagte nicht, darauf aufmerksam zumachen, daß die Geographie dennoch der schwächere Theildes Werks wäre, indem die Charten weit weniger Arbeitund Gründlichkeit darböten; die allgemeinen Tabellen und