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Zehnter Band.
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Besuchern der Znsel, beschäftigten sich zuweilen ein paar Stun-den mit Betrachtung und gelegenheitlicher Auswahl einigerostindischer oder europäischer Waaren, welche in den Lädender Kaufleute ausgestellt waren. Obschon sie weit entferntvon der Mannigfaltigkeit und Pracht der Läden in der StraßeVivienne waren, so gewährten sie ihnen doch eine kleine Zer-streuung in der langweiligen Monotonie des Aufenthaltsauf St. Helena.

Sir George Eockburn gab mehrere sehr anständigeBälle, zu denen die Franzosen jedesmal eingeladen wur-den, und die sie sämmtlich, mit Ausnahme von Napoleon,häusig besuchten. Es wurde dabei alle mögliche Rücksicht aufihre Gefühle genommen; und alle Einrichtungen, wenn sieauch in einigen Beziehungen nicht ganz zur Befriedigungausfallen konnten, waren wenigstens so getroffen, daß ihnenihr Daseyn erträglich wurde, wenn nicht die Insel an sichschon zu so mancher Verzichtleistung, zu so manchem Unge-mach Anlaß gegeben hätte.

Besser und schicklicher wäre es gewesen, Plantation-House dem Kaiser so lange als Aufenthalt anzuweisen, bisdie Ausbesserungen und neuen Veränderungen zu Longwoodvollendet waren; aber man dachte nicht daran und sah esmit Gleichgültigkeit an, daß die Wohnung in Briars imhöchsten Grade beschränkt war. Gleichwohl muß ich hierbeidem Admiral Eockburn die Gerechtigkeit widerfahren lassen,daß ich selbst mit allem Grund glaube, es seyen ihm hier dieHände gebunden gewesen. Mittlerweile suchte Herr Eock-burn das alte Gebäude von Longwood erweitern und aus-bessern zu lassen, damit es einen so großen Zuwachs vonEinwohnern fassen könnte. Zu dem Ende wurden alle Ar-beiter, nicht nur von der Marine, sondern von der ganzenInsel aufgeboten, und Longwood gewährte beinahe zweiMonate hindurch ein eben so lebhaftes und geschäftiges Schau-spiel, als irgend eine königliche Schiffswerfte während derAusrüstung einer Flotte unter der persönlichen Leitung eines