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Zehnter Band.
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schrecklichen Eindruck nicht länger ertragen; der Sturm istfür seine Seele zu groß; er sinkt ohnmächtig zurück. Manmuß diese tief bekümmerten Kinder mit Gewalt von demBett entfernen und sie in den Garten führen. Dieser Auf-tritt hat sich ohne Zweifel ihrem Herzen auf immer einge-prägt, und ihre Thränen dürften wohl noch oft fließen, wennsie sich daran erinnern werden, daß sie den Körper Napo-leon's in dem Augenblick betrachtet haben, wo seine großeSeele ihm entfliehen wollte. Auf unS Alle, die wir bei die-sem höchst wehmüthigen Abschiede der Kinder von ihremerhabenen Beschützer zugegen waren, machte derselbe einenEindruck, den keine menschliche Sprache zu schildern fähigist: man hörte Nichts als Töne des Jammers, tiefe Seufzer;der lezte Augenblick, den jede Minute näher führte, fesselteunsere bangste Erwartung.

10/2 Uhr V. M. — Der Puls ist verschwunden. Ichsuche ängstlich nach einem Pulsschlag, ob wirklich sein Lebenentschwunden, als ich Noverraz ganz blaß, mit hängendenHaaren, ganz außer sich, Hereintreten sehe. Dieser Unglück-liche, von einem 48 Tage dauernden Entzündungsfieber miteiner acuten Leberentzündung geschwächt, befand sich kaumin der Wiedergenesung; er hatte aber von dem traurigenZustande des Kaisers gehört und wollte noch zum Lezten-mal den erhabenen Gebieter sehen, dem er so lange gedienthatte; er hatte sich herunterführen lassen und kam nun, inThränen zerfließend. Ich versuche anfänglich, ihn zurückzu-schicken; aber seine Erschütterung nimmt immer zu; er stelltsich vor, der Kaiser sey bedroht, rufe ihn zu Hülfe; er kannihn nicht verlassen, er will für ihn kämpfen, für ihn sterben.Er hatte den Kopf verloren; ich lobte seinen Eifer, beruhigteihn dadurch und kehrte auf meinen Posten zurück.

11 Uhr V. M.— Kollern im Unterleib. — Aufblähung.—Eiskälte der untern Extremitäten und bald darauf des gan-zen Körpers. — Starres Auge. — Geschlossene und zusam-mengezogene Lippen. — Starke Bewegung der Nasenflügel. —