297
Ich sehe da auch die Epaulette des 27. Regiments:sie erinnert mich an eine finstre Novembernacht des vori-gen Jahres, als dieses Regiment in Bonn einrückte,um die Stcuerverweigcrung zu erdrücken, als meinName so oft M der eines Soldatenfeindes genanntwurde! Ja meine Herren, es war eine finstre Nacht,und wenn in ihr der Würfel fiel, so wäre sie nichtmeinen Bürgern allein, sie wäre bei der damaligenStimmung der Gemüther auch manchem Officier undSoldaten eine heiße Nacht geworden! Der Würfelsirl nicht — meine Herren, diese Hand war es, dieihn festhielt. Alle Besonnenen haben Das früher aner-kannt, und die Gerichte haben mich von jeder Anklageaus diesen Novembertagen freigesprochen. Ueberhaupt,wenn man mir doch einen Einfluß auf das Volk inBonn zuschreibt — woher kommt cö wohl, daß dieseStadt, bis ich fie verließ, so ruhig gewesen ist? MeinePartei ist dort nicht schwach, eS giebt viele Armedaselbst, Universitätsstädte haben ohnehin viel Brennstoffin steh — wenn ich denn ein so wilder Revolutionair,kin so wüthender Republikaner wäre, wie man michschildert: wie erklären Sie Das, daß bei uns, wiekaum in irgend einer andern Stadt, jeder zornige Zu-sammenstoß vermieden, Bürgerblut niemals vergossenworden ist? Fanatismus, Anarchie, Zerstörung — diese-^iuge liegen nicht in meiner Natur. Ich sehe eS vielöu klar: dieser Bruderzwist, diese Parteikämpfe werdenvorübergehen, unser Volk aber und die Menschheitwerden bleiben. Das Ziel ist wichtiger als der