Band 
Erste Abtheilung.
Seite
695
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Bruchst. <r. d. sieb., acht., nennt. u. zehnte». Buch. 695er: wäre ich nur so meines

Leibes Herr, wie meinerZunge. Aber der Tyrann

sagte er: wäre ich nur someines Leibes Herr, wie mei-ner Zunge.

setzte ihm noch viel heftiger mit der Folter zu. Da suchteZeno, nachdem er es eine Zeit lang ausgehalten, der Qualauf eine Art los zu werden, wodurch er sich zugleich anNearchns rächte, nämlich Lurch folgende List. Während dieFolter am stärksten gespannt war, stellte er sich, als unter-läge er den Schmerzen; er schrie auf: lasset nach, ich willAlles sagen nach der Wahrheit. Als man nachließ, verlangteer, daß Nearchns herzutrete, um es allein zu hören; denner habe Manches zu sagen, was geheim zu halten räthlichsey. Der Herrscher trat bereitwillig hinzu und hielt ihmdas Ohr an den Mund. Da schnappte Zeno nach dem Ohrdes Tyrannen und biß mit den Zähnen ein. Die Dienerliefen schnell herbei und ließen ihn alle Qualen der Folterempfinden, daß er mit dem Biß nachlassen sollte; aber ergriff nur um so stärker ein. Endlich , da sie die Standhaf-tigkeit des Mannes nicht besiegen konnten, baten sie ihn,er möchte die Zähne voneinander thun. Durch diesen Kunst-griff wurde er der Marter los und nahm an dem TyrannenRache, so gut er konnte.

8, Ha,

Wenn man von irgend einem Ding entschie-

den behauptet, es werde nie geschehen, so folgt gewöhnlicheine Strafe, welche die menschliche Schwachheit zu Schan-den macht. *)

*) Dieß kann sich «uf die Aeusserung eines Vabploniers be-ll *