Band 
Zweite Abtheilung.
Seite
933
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Ol. 89, 2. I. R. 33 i. v. Chr. 4 - 3 . 935

die Athener an, welche Mitylcne inne hatten. Darüber auf-gebracht sandte das Volk der Athener die Feldherrn Ar isti-des und Symmachus mit einem Heer gegen fle aus.Diese machten, als sie in Lesbos ankamen, beständige An-griffe auf A n tan dru s und eroberten die Stadt. Die Flücht-linge wurden von ihnen theils getödtet, theils verjagt. Nunließen sie eine Besatzung zur Vertheidigung des Platzes zu-rück und segelten von Lesbos wieder ab. Sodann fuhr derFeldherr Lamachus mit zehn Dreirudern nach dem Pan-tu s und legte sich bei H er aklea vor Anker, verlor aberbei dem Fluß Kales *) alle seine Schiffe. Durch heftigeRegengüsse wurde nämlich der Strom so angeschwellt, daßdurch die reißende Gewalt der Fluthen die Fahrzeuge anfelsige Stellen des Ufers geworfen wurden und scheiterten.Die Athener schloßen mit den Lacedämoniern einenWaffenstillstand auf ein Jahr, unter der Bedingung, daßbeide Theile behielten, was fle damals im Besitz hatten.Sie pflogen häufige Unterhandlungen und hielten es für dasBeste, den Krieg zu beendigen und gegenseitig die Streitsuchtvöllig ruhen zu lassen. Den Lacedämoniern war es darumzu thun, die auf Sphakteria Gefangenen zurückzuerhalten.Bei der Vollziehung des angeführten Vergleichs blieb nurder Besitz von Scioue zwischen beiden Theilen streitig,während fle sonst über Alles einig waren. Es entstand einso heftiger Zwist, daß sie den Vertrag aufhoben und wegenScioue einander bekriegten. Um dieselbe Zeit fiel auch die

*) Kales, nicht Kaches wie in Diodvr's Tert, heißt Sei denmeisten Alten dieser Fluß; jetzt Checkt.