1. Kap.)
Türkischer Krieg.
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die aber aus dem größten Theile seines Heeres bestand, auf der Straßenach Konstantinopel voraus. Ja russische Uhlanen streiften längs derKüste des ägäischen Meeres und kamen am 4. September in Enos au,um sich mit Admiral Heyden in Verbindung zu setzen. Greigh hatte linksWassilikow, Agathopolis und Jnada genommen. 8000 Türken, sechsMeilen davon entfernt, waren aufdiese Kunde auseinandergelaufen, statt zurHilfe herbeizueilen. Diese Unfälle verfehlten ihren Eindruck in Konstanti-nopel nicht. AIS nun dazu die Nachricht einlief, daß Paskewitsch nachZersprengung zweier Corps bei Pozhor (14. Juni) und Erzerum, letz-tere Stadt selbst eingenommen und Trebisond bedroht habe (9. Juli),fügte sich der Sultan in das Unvermeidliche und schloß am 14. Septem-ber 1829 den Frieden zu Adrianopel. Die Russen gewannen schein-bar nichts bei diesem Frieden, als die Städte Achalzik und Athalkalakiund die Ostküste des schwarzen Meeres, ein Gebiet, über das der Sultangar nicht verfügen konnte, da es nicht ihm, sondern den kaukasischen Berg-völkern gehörte. Donau und Pruth wurden wieder die Grenzen zwischendem russischen und türkischen Reiche. Allein vom Einfluß des Pruth undder Donau bis zu deren Ansmündung in's schwarze Meer, sollten alleInseln den Russen gehören, welche daraufOuarantaine-Anstalten anlegendursten. Das rechte Donanufer verbleibt zwar den Türken, darf aber zweiStunden weit nach dem Innern zu nicht bewohnt werden. RussischeKriegsschiffe dürfen bis zur Mündung des Pruth, Kauffahrer aber denganzen Donanstrom entlang fahren. Die türkischen Festungen auf demlinken Ufer werden geschleift, neue dürfen nicht mehr gebaut werden.Freie Schifffahrt durch die Dardanellen und den Bosporus nach undaus dem schwarzen Meere für die Kauffahrer aller Nationen, die sich nichtmit Rußland und der Türkei im Kriege befinden, I s/z Million DucatenEntschädigung für die russischen Kaufleute, zehn Millionen DucatenKriegskosten Annahme des Tractats vom 6. Juli 1827 und 22. März1829 zwischen den verbündeten Mächten in Bezug auf die EmancipationGriechenlands sind nicht minder wichtige Punkte. In einem Separat-vertrage verzichtet die Pforte auf die Donaufürstenthümer, welche bloseinen Tribut an sie zahlen, sonst aber frei sind, keinen Muselmann darinzu dulden brauchen und unter russischem Schutze stehen. Zu Serbien, dasunter Fürst Milosch eine kluge Neuiraiität behauptet hatte, sollten wiedersechs ehemals davon getrennte Bezirke kommen und die in früherenFriedensschlüssen gesicherten Vorrechte von den Türken nicht verletzt werden.
Diebitsch wurde vom Kaiser für seine Verdienste zum Grafen undFeldmarschall erhoben und erhielt den ehrenvollen Beinamen Sabal-kauski. Seit diesem Tnrkenkciege hat Rußland Frieden gehabt, denn,obwohl es schien, als sollte der in Teheran am 12. Februar 1829 vomVolke verübte Mord der russischen Gesandten noch einmal zum Kriege