Sir Robert Peel.
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Innern eintrug. Hier entfaltete Peel bald seine Verwaltungstalente, so-daß ihm 1812 die Stelle eines ersten Staatssecretairs für Irland anver-traut wurde, welche zu den schwierigsten Posten gehört, da sie durch diestrengen Polizeimaßregeln, welche gegen die irischen Katholiken verhängtwerden mußten, unvermeidliche Conflicte mit der öffentlichen Meinungmit sich führt. Haß, Spott und Verfolgung waren der Lohn, welchenPeel für die Einrichtung einer guten Polizei in Irland empfing. Destoglänzender war die Genugthuung, daß man sein Polizeiinstitut nach Alt-england verpflanzte. 1818 wurde Peel Vertreter der Universität Oxfordund legte seine Stelle nieder, weil er die Maßregeln gegen die Prinzessin Karo-line misbilligte. Seine bewundernswerthe Kenntniß des Finanzwesens offen-barte er 1819 durch die Currencybill, welche er einbrachte, und die die Baar-zahlungen der Bank zu regeln bestimmt war. Am 17. Januar 1822 zum Mi-nister des Innern ernannt, begann er die Reform des Criminalcodex, ein un-vergängliches Denkmal seiner politischen Einsicht. Als Canning Premier-minister wurde, trat Peel aus dem Cabinet, um 1828 unter Wellingtonnochmals das Ministerium des Innern zu übernehmen. In dieser Eigen-schaft setzte er mit Wellington die Emancipation der Katholiken durch,was ihm das Vertrauen der Oxforder Universität raubte. Ihn leitete da-bei das Bewußtsein politischer Nothwendigkeit; er war mit dem Herzogvon Wellington der Ansicht, daß ohne diese Maßregel ein Bürgerkriegausbrechen würde, und diese Gefahr schien ihm unverhältnißmäßig grö-ßer , als wenn man die Verfassung von 1688 modificirte. Canningpflegte zu sagen, daß Peel sein rechtmäßiger Nachfolger in der Gewaltsei, und dieses Ausspruchs machte sich Perl in jener Nacht würdig, wo erin einer vierstündigen Rede, die vom stärksten Beifall begleitet wurde,für die Emancipation der Katholiken sprach. Er brach mit einer zwan-zigjährigen Vergangenheit und ertheilte der Welt die Lehre: „daß bei öffent-lichen Charakteren die Konsequenz nie bis zum Ankämpfen gegen das Ge-meinwohl gehen dürfe, und Staatsklugheit höher stehe, als Gesinnungs-tüchtigkeit." Miß Martineau nennt Peel die Brücke über den Abgrund,in den der Staat sonst gestürzt sein würde. Von 1830—1850 reprä-sentirte Peel den Flecken Tamworth. Mit der Julirevolution, welche dieWhigs aus Ruder brachte, beginnt in England die Zersetzung der altenParteien, zu der Peel das Meiste beigetragen hat. Er organisirte unterdem Namen der konservativen eine neue Partei, und widersetztesich der Einführung der Reformbill, bis auch er zu der Ueberzeugung ge-langte, daß sie unvermeidlich sei. Die kurze Zeit von 1834 abgerechnet,blieb Peel im Privatleben bis 1841. Die Whigverwaltung Melbournehatte sich im Laufe der Zeit abgenutzt. Die öffentliche Meinung wurdeden Whigs immer ungünstiger, theils weil sie die Erwartungen von einerAusdehnung des Wahlrechts nicht erfüllten, theils wegen der rückfichts-