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gezogen, allein den General Sebottendorf mit zehn-tausend Mann zur Vertheidigung der Ufer der Addazurüekgelassen.
Die Feinde glaubten die Brücke von Lodi, wel-che 50 bis 60 Klaftern lang, durch 20 am linken Uferaufgeführte Kanonen vertheidigt wurde, ungestraftstehen lassen zu können. Sie hatten falsch gerech-net ; ich bedurfte eines Kraft-Streiches, um meinenThaten ein besonderes Siegel aufzudrücken; die Gele-genheit war gut; ich ergriff sie. Es kostete mich die-ser Entschlufs um so weniger, als es sich, selbst imFalle des Mifslingens, nur um den Verlust von eini-gen Hundert Mann handelte, ohne dafs für den wei-tern Gang des Feldzugs der geringste IVachtheil dar-aus hätte erwachsen können. Ein Bataillon und eini-ge Schwadronen des Feindes, welche die Stadt Lodibesetzt hielten, wurden ohne Mühe daraus verjagt.Wir folgten ihnen auf dem Fufse bis an die Brücke,zu deren Abbrechung ihre Arbeiter keine Zeit mehrhatten. Augenblicklich bildete ich aus allen meinenGrenadieren eine geschlossene Kolonne und warf sieauf die Brücke. Durch einen Hagel von Kartät-schen bewillkommt, stockte diese Masse einen Augen-blick. Meine Generale stürzten an ihre Spitze und ris-sen sie durch ihrBeyspiel mit sich fort. Von der andernSeite hatte dieses Stocken einige Soldaten bewogen,sich an den Jochen der Brücke auf eine Insel herun-terzumachen, um einen dem feindlichen Feuer weni-ger ausgesetzten Angriffspunkt aufzusuchen. Sie fan-den den zweyten Arm durchwatbar, und sogleich löstesich ein Bataillon in Plänkler auf, um die östreichi-sche Linie zu umgehen. So begünstigt dringt die Gre-nadiermasse im Sturmschritte über die Brücke, wirftAlles, was sich ihrem Uebergange zu widersetzen wagt,