Königreich, das ich für so viel als entwaffnet hielt,zu unterwerfen.
Noch hatte ich keine Nachricht von dieser Expeditionnach Portugal, als wicht igere Angelegenheiten mich nachFrankreich zurückriefen. Oesterreich machte gewaltigeKriegs-Anstalten, und ich sah ein, dafs in Deutschlandund im Norden ein grofser Plan gegen mich geschmie-det worden seyn mul’ste. In der Mitte Januar’s reisteich von Valladolid nach Paris ab.
Ich war um die Wahl meines Nachfolgers verlegen.Joseph verstand Nichts vom Kriege: allein sein Titelsollte ihm ein Uebergewicht über die Mamhälle ver-leihen, die nicht gerne unter den Befehlen ihrer Kol-legen standen. Er war mit seinem Hofe zu Viltoriageblieben, und noch war ich nicht entschlossen, ob ichihn nach Madrid würde zurückgehen lassen, als eineDeputation von den obersten Staatsbehörden bey mirdarum nachsuchte. Dieses Verlangen läfst sich durchdie Furcht erklären, welche die Spanier vor einer Er-oberung oder Zerstücklung ihres Landes hatten; meinBruder und die Verfassungsakte von Bayonne gewähr-ten wenigstens eine Garantie für die Untheilbarkeitder Monarchie, diese Deputation allein hätte hinge-reicht, mich zu bestimmen. Mein Bruder zog den 22Januar feyerlich in demselben Augenblicke in seineHauptstadt ein, wo ich in Paris anlangte.
Ich überliefs ihm den Oberbefehl, gesellte ihm aberden Marschall Jourdan als Rathgeber bey, der Siegervon Fleurus halte einen Namen; er allein hatte lOCjCOOM 'nn befehligt: man mufste imponiren, Ich gesiehe, dafsdiese Wahl nicht glücklich war; Jourdan war ein guterSoldat, er hatte aber ein schlechtes Kriegssystem ange-nommen. Er war ein geschickter Verwalter, ein Ar-beiter, ein Mann von Ordnung; dessenungeachtet ver-,