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die sich nicht verstehen wollen, gewöhnlich der Fallist: Jeder wollte Recht haben. Darf man den spani-schen Angaben Glauben beymessen, so war der ursprüng-liche Plan der, über Victor herzufallen, ehe er sichmit Joseph vereinigen lionnte; Wellington aber habe,statt die Operation rasch zu vollführen, nach seinerVereinigung mit Cuesta stillegestanden. Auch denVorwurf machen sie dem englischen General, Vanega’aKorps dadurch unthätig gemacht zu haben, dafs er esbis Toledo hinter dem Tajo marschiren liefs, statt e9über Arganda gerade auf Madrid anrücken zu lassen,wodurch, ihrer Behauptung zu Folge, Sebastiani’s Ver-einigung mit Victor verhindert worden wäre.
Die englischen Geschichtschreiber behaupten da-gegen, Wellington habe sogleich nach seiner Vereini-gung angreifen wollen, es seyen ihm aber von CuestaSchwierigkeiten in den Weg gelegt worden. Somit bleibtjedoch gewifs, dafs, nachdem Victor bey ihrer Annä-herung den Albercho freywillig verlassen hatte, umsich mit Sebastiani zu vereinigen, die Spanier, vomschönen Eifer beseelt, ihn ganz allein bis Torrijo»verfolgten.
Die Langsamkeit des englischen Generals bey die-sem Vorfälle hatte mir eine schwache Idee von seinemTalente und seinem Charakter beygebracht. Ich fand,dafs er zwar Festigkeit, aber wenig Kühnheit besitze ;ich täuschte mich, oder hat blof9 das Glück ihm solchespäter noch verliehen.
Bey Annäherung der verbündeten Armee offenbartsich zu Madrid eine beunruhigende Gährung , ein zusicherer Beweis von der guten Berechnung des Unter-nehmens. Victor zieht sich an'der Spitze des istenKorps von Talavera auf Toledo zurück. Der Königläfst Sebastiani von Aranjuez nach Toledo zurückkom-