Band 
Dritter Band.
Seite
417
JPEG-Download
 

417

f

diefs für sie nur ein Beweggrund weiter, ihre Anstren-gungen zu verdoppeln, und ihn dadurch desto sichererzum Ziele zu führen. Der geschickte Spinner diesesGewebes erwartete blofs den Augenblick zum Ausbru-che; er lauerte auf die Gelegenheit, einen allgemeinenBrand, dessen Fortschritte und Folgen nicht vorauszu-sehen waren, zu verbreiten.

Unter diesen Umstanden geschah es, dafs der Königvon Preufsen mir eine Defensiv- und Offensiv - Allianzantrug. Ich wich diesem Anträge, den ic,h unter allen| andern Umständen mit grofser Bereitwilligkeit ange-nommen haben würde, aus, weil ein solcher Vertrag,j der sich blofs auf IUifsland beziehen konnte, mir denj Verdacht dieser Macht hätte zuziehen müssen, und ich[ mich damals nicht in der Lage befand, so auf einmalI mit derselben abzubrechen. Auch wäre durch diesenj Vertrag nur Friedrich Wilhelm mir gewonnen worden,

' sein ganzes Volk blieb daruni nicht weniger auf mich: erbost, und endlich war ich auch überzeugt, dafs ich,wenn einmal der Augenblick, wo es einer solchen Allianz;■ wirklich bedürfte, erscheinen würde, den König beydenselben Gesinnungen treffen würde. Wenn die Preu-fen mich liafsten, so blieb auch ich ihnen Nichts schul-dig, und weit entfernt, mich durch einen Vertrag, der; ihnen von Vortheil seyn konnte, binden zu wollen,hätte mich Nichts so sehr gefreut, als ihnen den letz-ten Streich versetzen zu können; denn so tiefe Wurzelnhatte der Hafs bey uns gefafst, dafs an eine Versöh-nung gar nicht mehr zu denken war. Durch alle dieseUmstände wurden wenigstens folgende Wahrheiten[erwiesen: i. dafs seit der grofsen Koalition von 1505|die Absicht, durch mein Föderativ - System in Europadas Uebergewicht erlangen zu wollen, gesetzma'fsigSiund natürlich war; 2. dafs, um hiezu zu gelangen, un-, Napoleon's Leben. %ter Band, 27