vermag unsere Soldaten aufzuhalten; ein blutiges Ge-fecht geht von den Wällen in die Strafsen, in dieHäuser über; es endigt mit der Niedermachung einesTheils der Besatzung. Das Uebrige, 10,000 Mann stark,abgeschnitten von seinem Rückzüge nach dem Meere,hofft umsonst durch das Thor von Barcellona zu ent-kommen; auf der Ferse verfolgt, umringt und mit demRücken an’s Ufer gedrängt, legt es endlich die Waffenab. Der Gouverneur Contreras, durch einen Bajonnet-stich verwundet, giebt sich mit dem ganzen General-stabe gefangen : 3:2 Feuerschlünde fielen in unsere Ge-walt. Die Plünderung der unglücklichen Stadt war un-vermeidliche Folge eines solchen Ereignisses. Parthey-geist, eine beweinenswertlie Krankheit des Menschen-geschlechts, hat Alles gethan, um den Ruhm, den sichdie französischen Waffen bey dieser Gelegenheit erfoch-ten, herabzusetzen; man hat sich unwürdige Dekla-mationen gegen jene Tapfere erlaubt, weil einige Ex-cesse auf den in der Geschichte dieses Krieges bey-spiellosen Sturm folgten.
Seit wann habt ihr Herrn Philanthropen, Städtenach fünf Stürmen einnehmen sehen, ohne dafs dieEinwohner darunter gelitten hätten, besonders wenndiese Einwohner die Besatzung mit bewaffneter Handauf den Mauern unterstützen?
Der Fall von Tarragona brachte in Catalonien die-selbe Wirkung hervor, wie der von Saragossa in Arra-gouien; um ihren Einflufs zu vermehren, liefs GeneralSuchet in Eilmärschen Truppen nach Barcellona undbis nach Vic aufbrechen. Es wurde hiedurch gewisser-mafsen zur Blokade von Figueras mitgewirkt, zu glei-cher Zeit aber auch für ihn der Grund zu einer andernOperation gelegt, welche er im günstigen Augenblickerasch ausführen wollte. Er liefs die Division Harispe