zuerst im Gespräch von Leopold von Dessau geäußertworden; der König machte ihn ganz zu dem seinen, undwarf sich mit aller Energie seines Geistes darauf, ihnauszuarbeiten und durchzuführen. Es verdient wohl be-richtet zu werden wie er dabei verfuhr.
Bei einem einsamen Aufenthalt in Schönebeck im De-cember 1722, setzte Friedrich Wilhelm den Entwurf einerJnftruction, in aller Ausführlichkeit, mit eigener Hand auf.'Sein Ehrgeiz war dabei, daß Niemand etwas We-sentliches daran auszusetzen finden sollte. Das Schrift-werk ist wie billig aufbewahrt worden: es enthält dieganze Grundlage der später so bedeutend gewordenen In-struktion des Gencraldirectoriums.
Um sie in eine mittheilbare Form zu bringen, beschickder König, als er nach Potsdam zurückgekehrt war, denCabinetssecretär Thulemeier zu sich. In sehr hausväter-licher Weise lud er ihn ein, des andern Tages zu ihmzu kommen, es war eines Sonntags, Nachmittag umzwei Uhr, versehen mit Schreibmaterialien, gutem starkenPapier „und schwarzem silbermelirten Heftfaden": undsich so einzurichten, daß er ein paar Tage bleiben könne.Hier ward nun der Inhalt nochmals erwogen, und mög-lichste Sorgfalt angewendet, alles in deutlichen, präcisen,
1. Der Titel lautet: Dieses sind diejenige Concept, die ich sel-ber geschrieben und hcrnacher Tulemeier in die Feder dictirt und inDictiren alles schreiben lassen positiver und weitläuftiger, daß es bes-ser zu verstehen ist; soll dieses beim gcheimden Archiv verwahretwerden.
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