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und setzte sie in Stand, die große Gesellschaft bei sichzu sehen: er selbst aber erschien dabei nicht einmal imAnfang; er hat sich von Andern sagen lassen, wie siesich dabei ausnehme. überhaupt sah er sie sehr wenig,geschweige daß er sein tägliches Leben mit ihr getheilt hätte:das war nun ihr beiderseitiges Geschick.
Friedrich setzte, jedoch ohne sie, zunächst in Charlot-tenburg das Leben fort, das er in Rheinsberg führte.Auch einige Freunde aus den früheren Lebensstufen er-schienen daselbst, Duhan de Jandun und jener Kalt, derbei der Catastrophe des Jahres 1730 von Wesel ent-kommen war, doch paßten sie nicht mehr zu der Gesell-schaft und Stimmung des Fürsten. Duhan war von demErnst der Religion ergriffen worden, und man sah ihman, daß er in den strengen Ideen des Calvinismus lebteund webte, dem seine Vater gehuldigt. Kait, der seit-dem in England verweilt hatte, trat mit den Manieren undAnsichten eines Engländers auf, und dachte sich gut zuverheirathen. Dagegen ward Keyserlings im Anfang fastals ein Günstling betrachtet. Keyserlings war ein jungerOffizier von allgemeiner Bildung, der die Beschäftigun-gen seines Fürsten mit gleicher Vorliebe theilte; er wußtelateinisch und italienisch; er würzte sein Gespräch mit glück-lichen poetischen Reminiscenzen. Für Andere hatte seine
Mademoiselle (wenigstens unter den ersten wollte er keine Auslän-derin haben), eine Oberhosmeisterin und einen Oberhosmeister, ei-nen Hofmarschall und Kammerherrn, 12 Pagen und was sonst dazugehört.
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