sah ihn nur einmal unter mehreren Diplomaten: und dader Gesandte erklärte, der Erbvertrag behalte seine bin-dende Kraft, möge man ihn erneuern oder nicht, so be-schied ihn endlich der König, daß es dabei dann auch seinBewenden haben müsse; in neue Allianzen könne er sichunmöglich einlassen, so lange seinem Vater nicht einmaldie letzte Ehre erwiesen worden sei. Man muß gestehen,daß nach der Dringlichkeit von dessen letzter Ermahnungdieser Grund gerade gegen diese Verbindung eine innereKraft hatte. Münchhausen beklagte sich, daß man demEifer seines Hofes nicht mit einem gleichen entspreche,und kehrte fast beleidigt nach Hause zurück.
Wenn bei Friedrich von Hinneigung die Rede war,so galt diese im ersten Augenblick in der That mehr denFranzosen, als den Engländern.
Indem er sich entschloß zu förmlicher Anzeige vonseinem Regierungsantritt den Grafen von Truchseß-Waldburg an den englischen, den Obersten Camas anden französischen Hof zu schicken, beide mit der Ermäch-tigung sich in nähere Unterhandlungen einzulassen, beob-achtete er doch den Unterschied, daß er nur den letztenmit eigentlichen Anträgen beauftragte, während jener nichtsals hören und berichten sollte. Und wie ganz Unrechthatten die Franzosen, wenn sie in der Sendung einesMannes von einem feudalistischen Namen eine Bevorzu-
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