93
Rhein nach der Göhrde zu kommen, wo der König vonEngland sonst gern eine Zusammenkunft veranstaltet hätte;er ließ sich auch bei der Rückreise von Eleve nicht be-wegen seinen Weg über Hannover zu nehmen; ein Fie-ber, das ihn auf dem Wege von Strasburg nach Weselbefallen, bot ihm eine natürliche Entschuldigung dar; al-lein seine Erklärungen fingen an freundschaftlicher undeingehender zu lauten als bisher.
Er sprach den Wunsch aus, daß man ihm einen Mi-nister von Gewicht und Vertrauen schicken möge, um mitdemselben über eine engere Vereinigung zu unterhandeln;doch setzte er für eine solche im voraus zwei Bedingungenfest, die eine, daß man ihm entsprechende Vortheile zu-sichere, die zweite, daß England noch andere Verbündetegewinne. Er machte den englischen Ministern gleichsameinen Vorwurf daraus, daß sie in ihren eigenen Dingenohne einen bestimmten Plan seien.
Georg II versicherte, Dänemark, Holland und der Kai-ser würden auf der Seite von England stehn; wenn Preu-ßen hinzutrete, so werde man noch andere Mächte herbei-zieht:; in kurzem solle ein englischer Gesandte wie derKönig ihn wünsche in Berlin ankommen.
Auch mit Rußland knüpfte Friedrich II unmittelbarnach seinem Regierungsantritt Verhandlungen an.
Jeder der beiden Theile trug Bedenken, dem anderndie ersten Vorschläge zu machen; endlich kam beiden derGedanke, den Entwurf eines Vertrages wieder vorzuneh-