Band 
Zweiter Band.
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Der alte Comines, der einige der ausgezeichnetstenFürsten seiner Zeit, Carl den Kühnen, Ludwig XI sehrin der Nähe sah, sucht den Neid, den eine Stellung wiedie ihre zu erwecken pflegt, durch die Betrachtung derUnruhe und Gemüthsbewegung, die alle ihre Tage er-fülle, zu beseitigen. Noch eine andere bedenklichere Seite,im Zusammenhang damit, bietet das Leben unternehmen-der Fürsten dar; ihre politische Pflicht und ihre Moralgerathen nicht selten in Conflict. Denn die öffentlichenDinge, die nach ihrer eigenen Lage behandelt werdenmüssen, in unaufhörlichem Schwanken begriffen, sind zu-gleich ihre persönlichen und berühren den moralischenMenschen. Nicht immer wird die Beistimmung der Zeit-genossen oder Spätcrlebenden gewonnen, das Urtheil derWelt überzeugt werden können; wenigstens vor sich selbermuß der Held gerechtfertigt sein.

Begleiten wir Friedrich auf der von unzähligen Klip-pen umgebenen Laufbahn, auf welche er sich nun getrie-ben sieht. Sie ist nicht seine Wahl, sie ist sein Geschick.

Wenn er aber seine Sache durchführte, so lag darinein großes Ereigniß nicht allein für ihn und seinenStaat, sondern für Europa.

War nur etwas davon gegründet, was von denalle Unabhängigkeit Anderer gefährdenden AbsichtenFrankreichs oder von den Besorgnissen für die Frei-heit des Continents und der See gesagt wurde, dieaus der Verbindung von England und Östreich hervor-