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Hauptwache ward hinter der steinernen Wand eines Kirch-hofes genommen; von Viertelstunde zu Viertelstunde gin-gen Ronden von da aus, nach den verschiedenen Po-sten. In den Häusern brannte Licht; die Gewehre undPatrontaschen waren mit Sorgfalt ausgehängt, so daßsie leicht auseinandergcfunden werden konnten; von denBurschen mußte immer einer wach sein. Setzte man sichdann den andern Morgen in Marsch, so sorgte man vorallem für die Sicherheit des Gepäckes: der Regiments-wagen mit den Verpflegungsgeldern fuhr zwischen denbeiden Bataillonen.
Unter Anstrengungen und Kämpfen so mannichfalti-ger Art, bei denen das Land aufs neue unsäglich leidenmußte, zog sich das Heer durch Mähren nach der böh-mischen Grenze zurück.
Der König hätte sehr gewünscht, Olmütz zu behaup-ten, wären nur hinreichende Magazine vorhanden gewe-sen. Schwerin aber, der daselbst zurückgeblieben, unddem die Sorge dafür obgelegen hätte, war wahrscheinlich,wie er klagt, hiezu nicht mit den gehörigen Mitteln un-terstützt, und gewiß auch von Natur nicht geeignet; er hättelieber einen Versuch auf Ungarn gemacht, wo die Pro-testanten, die sich durch den letzten Reichstag sehr zurück-gesetzt fühlten, in lebhafter Gährung waren; zuletzt hatteihn überdies ein Krankheitsanfall zur Unthätigkeit genö-thigt. Es war nur möglich Olmütz so lange zu behaup-