82
ser, der doch auch in den italienischen Dingen mitzure-den hatte, und dem König Carl Emanuel ward ein Ver-trag so gut wie abgeschlossen; einen Entwurf, welchendie Franzosen zu einer Übereinkunft gemacht hatten, ar-beiteten die sardinischen Minister in den meisten Artikelnum, so daß ihnen selbst kaum möglich schien, daß er durch-gehen würde, aber die Franzosen hielten in diesem Au-genblick keinen Preis für zu hoch, und zeigten sich be-reit, die Veränderungen anzunehmen.'
Wie aber hätten die Engländer, deren Politik haupt-sächlich dahin ging, den Krieg gegen Frankreich mit konti-nentalen Kräften sowohl in Deutschland als in Italienzu führen, es so weit kommen lassen sollen?
Unter den Nachwirkungen der Dettinger Schlacht warihr Einfluß so stark, daß sie Östreich zur Nachgiebigkeitvermochten. Im Hauptquartier des Königs Georg H, zuWorms, ward endlich am 13 September 1743 durchLord Carteret und die beiden Gesandten, welche demenglischen Hose ins Feld gefolgt waren, den östreichischen,Wassenaer, und den sardinischen, Osorio, ein definitiverVertrag zu Stande gebracht. Östreich entschloß sich, dieAbtretungen zu genehmigen, welche der König von Sar-dinien forderte: Vigevano, den größten Theil des Ge-
1. Am 2 September glaubte man ,'n Paris mit Bestimmtheitdaß der Vertrag geschloffen sei. Unter andern wollte Sardinien mehrfranzösische und weniger spanische Hülfsvölker. Chambrier ruft beider Nachricht von dem Wormser Vertrage aus: u» coup <le louäre