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einer siegreichen Armee sähe, namentlich mit einer Ca-vallerie, von der man in jenen Zeiten keine Idee gehabthabe; er würde seinen Augen nicht trauen."
Dürfen wir das Verhältniß Friedrichs zu seinem Va-ter noch einmal berühren, so war es bei weitem nichtvon so umfassender Welteinwirkung, wie, womit man esverglichen hat, das Verhältniß Carls des Großen zuPipin, Aleranders zu Philipp, aber in sich selbst umvieles merkwürdiger.
In dem Vater erscheint die Selbstherrschaft noch alsEigenwille, mit der Rauhheit und Gewaltsamkeit des sieb-zehnten Jahrhunderts, verbunden mit einer Religiosität,die eine pietistische Ader hatte, der Idee einer allgemeinenOrdnung im deutschen Reiche sich auch dann fügend,wenn diese unbequem ward. In dem Sohne lebt da-gegen seit der ersten Jugend ein lebendiger Trieb persön-licher Ausbildung: er ergreift die Wissenschaften mit demverdoppelten Eifer eines Autodidakten; von der Religionhält er nur die allgemeinsten Grundsätze fest; das Reicherkennt er an, in wie fern es Rechte gewährt, nicht in wiefern es Pflichten auflegt. Der natürliche Gegensatz, worinsie sich befanden, führte einst zu jenen Conflicten, welchedie Augen der Welt auf den preußischen Hof lenkten.Hätte Friedrich Wilhelm wirklich, was er nach den altenBerichten beabsichtigt haben soll, den Sohn hinrichtenlassen, so würde der Staat, den er aufrecht erhaltenwollte, vielmehr in Gefahr gerathen sein, sofort wieder