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darf man solchen Verbrechern nicht schenken ; sie müssenvernichtet werden, und selbst dann, wenn sie sich blosIllusionen oder illusorischen Gedanken hingegeben haben;denn diejenigen, welche die Gemeinschaft mit dem Teufelüberhaupt verabscheuen, haben ähnliche Verirrungen ihrerSinne und ihres Verstandes nicht zu fürchten. — DasWerk von Barth, de Spina: De strigibus , wie dieApologie desselben gegen Ponzinibius, ist mit grossemBeifall aufgenommen worden und ist eine Grundlage beivielen Untersuchungen geworden.
Franz Pikus von Mirandola ist fest von derfleischlichen Vermischung einzelner Menschen mit Dä-monen überzeugt. Er erzählt, dass er einen 75jährigenPriester gekannt habe, der 40 Jahre lang mit einemsuccttbus, Namens Hermeline, Umgang pflog, der ihm inder Gestalt einer Frau überall hin, selbst auf die Strassefolgte; mit diesem Gespenst, welches ausser ihm Nie-mand sehen konnte, unterhielt er sich in fremdartigenWorten, so dass Einige behaupteten, er sei ein Narr.Franz Pikus aber ist von dem fleischlichen Umgangdieses Priesters mit dem Phantom überzeugt, und ver-sichert dabei, dass noch ein anderer succubus, NamensFiorina, einen andern Priester in ähnlicher Weise dreis-sig Jahre lang verführte. Nach Bodin gestand der Ge-liebte von Hermeline auch, dass er das Blut von meh-reren kleinen Kindern geschlürft habe. Er wurde lebendigverbrannt 1 ). — Franz Pikus ist ferner überzeugt, dassder Schatten seines Onkels Johann dem Savonarola wirk-lich in einer Feuerwolke erschienen sei 2 ). Er erzähltganz ernsthaft, dass Savonarola, der offenbar häufigenHallucinationen des Gesichts und Gehörs und Anfällen vonVerzückung unterworfen war, öfter mit Legionen von Teu-feln zu kämpfen hatte, dass sie ihn verhöhnten, seinenNamen verdrehten und ihm sagten, sie würden ihn so
1) J. FrangoisPic de la Mirandolo, in Praenotione. Bodin,Dämonomanie des sorciers. in 4°. p. 107.
2 ) J. Frang. Pic. in Vita Joh. Pici.