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sie hatte mehrere Kinder getödtet, heimlich hinter'; denFelsen verborgen. Sie hatte Vieh, Kühe und Pferde durchBeschwörung und durch die einfache Berührung mit einemRinge getödtet.
Antoinette Tornier gesteht ebenfalls den Beischlafmit dem Teufel; sie hat das Wasser in Hagel verwan-delt, mit den Zauberern zusammen getanzt und aus einemGefässe getrunken.
Antide Colas bekennt, dass der Teufel als ein schwar-zer Mann mit einem grossen Barte zu ihr gekommen sei,er habe sie dann durch die Lüfte fortgetragen, indem ersie am Kopf fest hielt; sie hatte dabei die Empfindungeines kalten Hauches. Sie hat an ihrem Leibe in derGegend des Nabels eine Fistclöffnung, die von den Chi-rurgen zum Oeftern sondirt wurde. Durch diese Oeffnungsollte der Teufel seine Gesclilechtslheile eingeführt haben,während der eheliche Beischlaf auf dem gewöhnlichenWege geschah. Sic hatte eines Tages, als sie das Abend-mahl nehmen wollte, die Oblate nicht hcruntcrschlingcnkönnen, und eine höllische Stimme hatte ihr zugerufen,die Hostie zurückzubehalten und dem Teufel darzubrin-gen. Im Gefängnisse, im Schlosse Betoncourt erschienihr der Teufel als ein kleiner weisscr Hund und redeteihr zu, sich ohne Widerstreben hängen zu lassen, weilder Strick doch reissen und sie unbeschädigt auf ihreFiisse fallen würde. Dann schlug sie der Teufel undzwickte sie in die. rechte Seite, als er fortgehen wollte.Zwei Tage später erschien er ihr wieder als ein schwar-zer Mann und redete ihr zu, s'ch aus dem Fenster her-auszustürzen oder sich aufzuhängen; eine andere Stimmeaber in ihrem Innern rieth ihr das Gegentheil, weil sieihre Eltern mehr, als wenn sie eines rechtlichen Todesstürbe, dadurch beschimpfen würde. Dann legte sich derTeufel eine Stunde zu ihr, war aber sehr kalt 1 ).
Zwei andere Frauen, Clauda Jean Prost und ClaudaJean Guillaumc, von denen die erste schon alt und hin-
1) u.ign ct S. 27. 3t, -11, 70, 111 , 218.