Buch 
Der Wahnsinn in den vier letzten Jahrhunderten / nach dem Französischen des Calmeil bearbeitet von Dr. Rud. Leubuscher
Entstehung
JPEG-Download
 

Das siebzehnte Jahrhundert.

Ansichten der Schriftsteller.

Illeben den grossen Leistungen in der Philosophie undden Naturwissenschaften arbeitet sich auch die Lehrevon den Geisteskrankheiten allmählich zu grösserer Klar-heit und Bestimmtheit heraus. Unter dem rohen Haufenfreilich fand der Aberglaube noch immer eine freundlicheStätte.

Pierre Delaucre, Rath am Parlamente von Bor-deaux, untersuchte in zwei dickleibigen Bänden, vondenen der eine 1613, der andere 1622 erschien, eineMenge von Fragen über Zauberei und Ilexen, und seineAmtsführung zeigte noch zur Genüge, dass er ein Ver-brechen zu begehen geglaubt hätte, wenn er das Lebeneines Einzigen, der der Zauberei verdächtig, geschont.Er ist, eben so wenig wie Bodin, mit dem gemeinenTross der Dämonographen zu verwechseln. Von einerumfassenden Gelehrsamkeit, hat er auch gründliche Stu-dien über fossile Muscheln gemacht, und zu einer Zeit,wo die französische Sprache noch dürftig, zeichnet ersich durch eine beinahe beredte Schreibweise aus. SeineWerke enthalten eine reiche Sammlung von Tliatsachen,die wir vielfach benutzen werden 1 ).

1) Belauere, Tableau de linconstance des mauvais anges etdenions etc. In 4°. Paris 1613. P. Belauere, lincredn-litd et mecreance du sortilege pleinement convaincue etc. ln 4°.Paris 1623.

8