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äusseren Eindrücken verschlossen, das Bewusstsein istaufgehoben; beide Stadien gehen oft plötzlich in einanderüber. Auch bei dieser Krankheit machte man, wie wirdies schon öfter gesehen haben, die Beobachtung, dassdie Kranken gegenseitig ihre Anfälle hervorrufen konnten.Die Waisenkinder in Iloorn waren reformirt, deshalbwurden sie nicht exorcisirt; aber doch bewog der Gedankean den Einfluss des Teufels die Priester, ihre Gebete zuverdoppeln. Es ist leicht begreiflich, wie aufregend esauf die Kinder wirken musste, wenn man sie in einerengen Kapelle zusammenstopfte, während sie früher we-niger an Andachtsübungen gewöhnt waren, wenn mansic mit lauter Stimme Gebete recitiren liess und dadurchihre Aufmerksamkeit fortwährend auf die angeblich über-natürliche Ursache ihrer Leiden hinrichtete. Die Zufällefingen sogleich au sich zu vermindern, als man sie voneinander trennte. Die Ncrvcnceiitra, von allen Einflüssenferngchalten, die sie fortwärend gereizt, kehrten, mitAusnahme einiger wenigen Kranken, in ihren normalenZustand zurück.
[Die Erscheinungen derTanzwuth, die 1374 epide-misch von Aachen aus als St. Johannistanz, 141S vonStrassburg aus sich verbreitend als Veitstanz, in Italienals Tarantismus auftrat, deren Spuren sich in Abyssiuienvorfiuden, wo sie Tigretier heisst [cf. The l!fe and ad-rentnres o/’Nathaniel Pearce etc. London 1831.Vol. 1. p. 290), sind in dem klassischen Werke vonII eck er [Die Tanzwuth, eine Volkskrankheit des Mittel-alters. Berlin 1832) so vollständig in allen ihren Be-ziehungen , in ihrer äussern Darstellung, wie in ihreriunern Entwickelung behandelt, dass der Bearbeiter esfür unrecht halten würde, eine unvollständige, skizzen-hafte Andeutung wiederzugeben, wo deutsche Gelehr-samkeit alles Erforderliche schon geleistet hat.
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