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^ Gelbe Lichter, die Vorboten der Abendröthe spielteni. auf der spiegelglatten Fläche des Brienzersee's und verlorenI sich in tiefblauer Unbestimmtheit am Fuße des RothhorneS.' Die steilen Matten des Augstmatthornes, die Felsabstürze-des Faulhornes leuchteten über das Thal von Jnterlakens hinaus und um den Gipfel der Schwalmeren spieltenk einige leichte, duftige Wölkchen. Die Schnaken und Hafte«am Ufer begannen sich znm Tanze zu rüsten. Ihre Pup-L pen krochen über das feuchte Gelände hervor und zogene Leib, Füße und Flügel aus den unbeweglichen Hornscheiden,^ von welchen sie vorher umschlossen waren. Schon sah mans hier und da über den Gesträuchen jene auf und ab wogen-^ den Gesellschaften leichter Eintagsfliegen, die wie unbestimmtes Ranchwölkchen an den Hecken hinschwebten und im Glänzes der Abendsonne vergaßen, daß ein schneller Tod ihrer knr-t zen Freude ein Ende machen werde.
8 Der Hirschkäfer wartete der Dämmerung, um in Ge-^ sellschaft der Gattin seinen Abendflug machen zu können., Er lebte ehrsam und still auf dem Nußbaume, in dessen? Mark er seine Iugendjahre zugebracht hatte. Morgens! kletterte er auf den Zweigen umher und leckte mit seinerk pinselartigen Unterlippe den Hvnigthau und den süßenl Saft, der aus einigen Wunden des Baumes quoll; Nach-s mittags las er in alten Blättern, welche von Spanner-' und Blattwickler-Raupen mit seltsamen Hieroglyphen be-' schrieben waren. Was Hirschkäfer aus entfernten Gegendenbei ihren einsamen Zügen in der Fremde den Verwandten. berichtet hatten, was die Vorältern von befreundeten Fami-k lien, von Walkerkäfern aus dem Wallis, Nashornkäfern auss Norditalien, und weither kommenden Lucaniden aus den