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Untersuchungen über Thierstaaten / von Carl Vogt
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sie alle Gelegenheiten, alle Zugänge und Verborgenheitenaus, und werden meistens zum Dank für ihre scheinbaruneigennützigen Dienste von den Sterbenden zu ihren Erbeneingesetzt. Ich habe reiche Holzkäfer gekannt, welche ihreNachkommen von sich stießen und ihre herrlich ausgebohrtenZimmer, ihre Gänge und Vorräthe einem solchen Oblaten-fresser oder einer ganzen Gesellschaft zur Nutzung zurück-ließen. Schlau und listig wissen die schwarzen Brüderdiese Gelegenheiten zu benutzen und allmälig die Nachkom-men der Betrogenen auszutreiben aus dem väterlichen Erbe.Darin schwelgen sie nun, werden fett und rund und suchenihre Eroberungen stets weiter auszudehnen, sich in immergrößeren Kreisen festzusetzen und dort alles Genießbare fürsich zu haschen und in ihren Nutzen zu verwenden. Diebenachbarten Thiere wandern aus oder sind zu einer jam-mervollen Abhängigkeit verdammt. Ihr schwarzer Nachbarnimmt ihnen das Beste der gesammelten Vorräthe, meistden zehnten, oft aber auch einen bedeutend größeren Theil,und schleppt ihn unter den sinnigsten Vorwänden, als ihmgebührend, in seine Höhle. Wo es gilt, Güter zu haschen,fremdes Eigenthum zu ergattern, da sind diese Kakerlakenwahre Communisten. Die Associationen zu gemeinsamerAusbeutung gewisser Privilegien haben sie lange gekannt undgeübt. Das Erbrecht haben sie aufgehoben. Das persön-liche Eigenthum ist bei ihnen verboten. Alles, was sie er-werben, gehört der Gemeinschaft; was sie haben, fällt nachihrem Tode der Gemeinschaft anheim. Wenn aber andereInsekten solche Einrichtungen bei sich einführen wollen, sorufen sie zum Kreuzznge, zur Vernichtung der verwegenenNeuerer auf, welche die gesellschaftliche Ordnung im Insek-tenreiche zerstören wollen.

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