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Untersuchungen über Thierstaaten / von Carl Vogt
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befiehlt ihnen, irgend eine Gegend zu überfallen und zuverheeren. So entsetzliche Fresser finden sich nicht wiederin der Jnsektenwelt. Der Schwärm bewegt sich nur aufBefehl des Anführers erhebt sich dieser, so fliegen Alleauf, sitzt er nieder, so fallen Alle zn Boden. Auf demFlecke lassen sie sich todtschlagen zu Hunderten, ohne sich zurühren, wenn ihnen der Anführer keinen Befehl gegebenhat. Willenlos, sind sie nur Maschinen in der Hand desMächtigen. ,

Wehe dem Lande, in welches die Schwärme dieser ste-henden Henschreckenheere einfallen! Kein Baum, kein Gras-halm bleibt stehen Alles wird von den Unersättlichenvernichtet, oder, nach ihrer Kunstsprache, reguirirt. Du siehst,wie der kleine Schwärm gehaust hat, der hier sich nieder-ließ du kannst dir keinen Begriff von dem Ausseheneines Landes machen, in welches ein solches Heer mit Ue-berzahl gekommen ist. Tausende ihrer Leichen, von ihrenFeinden getödtet, faulen auf dem Boden umher, verpestendie Luft und erzeugen bösartige Krankheiten, an welchenInsekten und andere Thiere zu Grunde gehen; die Ge-genden, welche sie verlassen, sind verödet, ausgestorben, dieBewohner dem Hunger oder den Krankheiten erlegen, dieFelder auf Jahre hinaus verwüstet, die NahrungSqnellcnder Bevölkerung für lange Zeiten versiegt. Vor und hinterdiesen Schwärmen der stehenden Heere wüthet der Todes-engel ihr Zweck ist Vernichtung, und sie erfüllen den-selben durch ihre bewundernswerthe Organisation, welchedie Einzelnen mit unerbittlicher Strenge zusammenhält.

So ist denn dieß unglückliche Land unterjocht, verarmtund eine Beute der Kakerlaken und der Heuschrecken geworden.Was grünt, wird von diesen gefressen alle Einkünfte