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Untersuchungen über Thierstaaten / von Carl Vogt
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Olivenkranz in seltsamem Schimmer zittert. Wir landen.Die dunkeln Schatten der Oelbäume empfangen uns, wiedie geheimnißvollen Wölbungen eines gothischen Domes.Vom Boden auf blitzt ein Funke, hier wieder einer. Dieengen Wege zwischen den niederen Mauern füllen sich mitkleinen pnlsirenden Lichtchen, die auf und ab, hin und herschweben, aufglimmend in grünlichem Feuer, dann wieder inNacht verschwindend. Das Gelände unter den Oelbäumenfüllt sich mehr und mehr mit diesen glitzernden Flämmchendas Laub erhellt sich unter den tausend Blitzen. Bald glänztund blinkt es, eine unzählige Schaar beweglicher Strahlen-sterne, in leuchtendem Wirrwarr durcheinander huschend undschießend. Es ist, als hätte sich der Boden in eine weiteSchale verwandelt, aus der, wie bei einem Zaubergebräu,unzählige Funken in die Luft sich erheben, blitzend underlöschend und wieder aufglühend in sprühendem Funken-lichte. Geräuschlos huschen diese Irrlichtchen durch die hohenGräser, zwischen den Stämmen unter den Zweigen umher bis in weite Ferne wogt und wallt dieses Funkenmeerin regem Wechsel und steter Beweglichkeit. Das sind dieLeuchtsiiegen von St. Hospice! Millionen fliegender Johan-niswürmchen, deren Liebeslust strahlende Lichtbüschel aus denRingen des Hinterleibes schleudert! Die Pfaffen haben denLeuten gesagt, es seien die Seelen aus dem Fegefeuer, diehier auf der Erde im Monat Mai bei Nacht umhertanzten,um einige Kühlung für ihre Qualen zu suchen. Die Vor-übergehenden schlagen ein Kreuz und beten für die armenSeelen- für die Johanniswürmchen, denen so Wohl zuMuthe ist, daß mit jedem Athemzuge ihr LiebeSfener ausdem Körper hervorbricht und die Umgebung mit zauberischemGlänze überzieht. O Pfaffen! Aus der Liebe habt Ihr