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Untersuchungen über Thierstaaten / von Carl Vogt
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dem hüpfenden, tanzenden Schwärme führt. Später steigenklappende Scheibenquallen, in zartblauem oder rosigem Schim-mer spielend, aus der Tiefe herauf. Sie schweben aufund nieder, mit den langen Fangfäden spielend, verfolgtvon glasartig durchsichtigen Raubthieren, von Firolen mitlangem Rüssel, glotzenden Lupenangen und sachlicher Kamm-zunge, von Gurkenquallen, deren sackförmiger Körper nurMagen zu sein scheint und durch regelmäßige Reihen wir-belnder Schwimmblättchen getrieben wie ein Kreisel in demfeuchten Elemente umherschwirrt. Hier und da entfaltet einVenusgürtel die Schlangenwindungen seines glashellen Band-körpers, oder segelt eine Feuerwalze, Hunderte von einge-senkten Thierchen fortschleppend, mit schluckenden Bewegun-gen in Spirallinien vorwärts. Zwischen ihnen schlucken sichlange Bänder durchsichtiger Salpen und Walzenscheiden zuKetten vereinigt hindurch, die wahren Typen der LouisBlanc'schen brüderlichen Arbeiter - Assoziationen, die aufGleichheit und Brüderlichkeit ohne Freiheit begründet sind,und über dem Ende der Formel mit unbegreiflicher Naive-tät den Anfang derselben vergessen haben. Unlösbar aneinander gekettet, gleich an Größe und Gestalt, haben dieeinzelnen Individuen dieser Ketten gerade nur so viel freienWillen, als nöthig ist, um denselben niemals auszuüben,so wie das deutsche Volk nach Dahlmann, Vinke und Sim-son nur deßhalb das Steuerverweigerungsrecht haben sollte,um keinen Gebrauch davon zu machen. Jene verkettetenSalpen schlucken alle zu gleicher Zeit; eine bekommt soviel Wasser, als die andere und gibt es zu derselben Zeitwieder von sich; jede erzeugt einen Embryo, ein Junges zuderselben Stunde, entwickelt ihn in denselben Zeitabschnittenund stößt ihn zu derselben Zeit aus, wie ihr Nachbar.